Augsburg-Coach nach schwerer Krankheit: "Werde bereit sein"

Der Coach der Augsburger Panther erhält im Frühjahr eine heftige Diagnose, wochenlang ist er im Krankenhaus. Er hat Glück im Unglück, wie Bill Peters sagt. Zur Zukunft hat er eine klare Meinung.
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Augsburg-Coach Bill Peters fühlt sich nach einer schweren Krankheit wieder fit. (Symbolbild)
Augsburg-Coach Bill Peters fühlt sich nach einer schweren Krankheit wieder fit. (Symbolbild) © Tom Weller/dpa
Augsburg

Eishockey-Trainer Bill Peters fühlt sich nach seiner schweren Immunerkrankung samt Reha wieder fit für den Job bei den Augsburger Panthern. "Ich werde bereit sein. Ich werde wahrscheinlich in besserer Form als der ein oder andere Spieler sein", sagte der Kanadier in einem Interview der "Augsburger Allgemeinen" und lachte. "Wegen mir könnte es sofort losgehen. Am liebsten wäre ich schon heute auf Schlittschuhen."

Der 60-Jährige war am Guillain-Barré-Syndrom (GBS) erkrankt, wie der Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Juni bekanntgab. Seit Mitte Mai wurde Peters stationär behandelt. GBS ist eine Krankheit, bei der das Immunsystem das Nervensystem angreift.

Erster Schock: "Was zur Hölle passiert hier gerade?"

Der frühere NHL-Coach schilderte, dass die Erkrankung entdeckt wurde, als er eigentlich wegen eines anderen Termins im Krankenhaus war. Weil er Probleme beim Schlucken, beim Bewegen des linken Arms und dann auch beim Sprechen hatte, kam er sofort in die Notaufnahme. "In dem Moment hatte ich zum ersten Mal Angst und fragte mich: Was zur Hölle passiert hier gerade?", sagte Peters.

Die schnelle Behandlung "war mein Glück im Unglück", meinte der Coach, der früher in der NHL arbeitete und mit Kanadas Auswahl 2016 Weltmeister geworden war. Nun freut auf sich auf die Rückkehr aufs Eis - auch wenn das in Augsburg erst im August wieder möglich sein wird. "Ich arbeite jeden Tag hart", erzählt er. "Anfangs hatte ich buchstäblich keine Kraft, konnte noch nicht einmal den Drehverschluss einer Wasserflasche fest zudrehen."

Nie wieder Pudding

Die Erkrankung habe ihn auch nachdenklich gemacht, räumte Peters ein. "Ich hoffe, ich gehe aus der ganzen Sache als besserer Mensch heraus. Geduldiger, verständnisvoller. Und ich will Dinge nicht mehr aufschieben." Und eine andere Sache werde sich auch noch ändern - und das hat mit dem Therapiezentrum in Burgau zu tun, wo Peters wochenlang zur Reha war. "Sicher ist, dass ich nie wieder in meinem Leben Pudding essen werde. Ich war über einen Monat in Burgau und es gab dreimal am Tag Pudding - nie wieder", kündigte er an.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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