Auerhahn mit Pfeil im Gefieder: Suche nach Wilderer

Berchtesgaden (dpa/lby) - Im Nationalpark Berchtesgaden fahndet die Polizei nach einem Wilderer besonderer Art. Ein Unbekannter hatte mit einer so genannten Pistolenarmbrust auf den auch von Besuchern oft beobachteten Auerhahn auf der Bindalm geschossen.
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Im Nationalpark Berchtesgaden hat ein Unbekannter mit einer sogenannten Pistolenarmbrust auf einen Auerhahn geschossen. Foto: Carolin Scheiter/Nationalpark Berchtesgaden/dpa
dpa Im Nationalpark Berchtesgaden hat ein Unbekannter mit einer sogenannten Pistolenarmbrust auf einen Auerhahn geschossen. Foto: Carolin Scheiter/Nationalpark Berchtesgaden/dpa

Berchtesgaden (dpa/lby) - Im Nationalpark Berchtesgaden fahndet die Polizei nach einem Wilderer besonderer Art. Ein Unbekannter hatte mit einer so genannten Pistolenarmbrust auf den auch von Besuchern oft beobachteten Auerhahn auf der Bindalm geschossen. Bisher fehle von dem Schützen jede Spur, hieß es bei der Polizei in Berchtesgaden am Montag. Die Pistolenarmbrust sei eine ungewöhnliche Waffe. Ermittelt wird unter anderem wegen Wilderei an einer besonders streng geschützten Art. Mehrere Medien hatten über den Fall berichtet.

"Es handelt sich hier um einen Verstoß gegen europäisches und nationales Artenschutzrecht, sowie um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz", sagte Ranger-Leiter Ole Behling. Der Auerhahn wird nach Angaben des Nationalparks unter anderem auf der Roten Liste Bayern in der Kategorie 1 als "vom Aussterben bedroht" geführt.

Ein Mountainbiker hatte vergangene Woche beobachtet, dass aus dem Federkleid des Tieres ein roter, knapp 20 Zentimeter langer Pfeil ragte. Nationalpark-Ranger konnten den Auerhahn zusammen mit einem Berufsjäger am vergangenen Donnerstag mit einer Decke einfangen und den Pfeil vorsichtig entfernen. Der Vogel blieb unverletzt. "Nur ein paar Zentimeter weiter vorne und der Hahn wäre tot gewesen oder jämmerlich verendet", sagte Berufsjäger Christian Willeitner.

Der Nationalpark hoffe nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung, da die Waffe auffällig sei, sagte eine Sprecherin.

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