Audi will Mitarbeiter in die Rüstung verleihen

Zunächst geht es vor allem um Ingenieure, Projektmanager und Mitarbeitende der Werkstätten in der technischen Entwicklung. Das Interesse soll groß sein.
dpa |
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Audi verleiht in einem Pilotprojekt Mitarbeiter an Rüstungsunternehmen. (Symbolbild)
Audi verleiht in einem Pilotprojekt Mitarbeiter an Rüstungsunternehmen. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa
Ingolstadt

Audi will Mitarbeiter in die Rüstungsindustrie verleihen. Das freiwillige Projekt ermöglicht Beschäftigten, befristet bei anderen Unternehmen in Bayern tätig zu sein, wie der Autobauer mitteilt. Dabei geht es zunächst um die ganz oder teilweise in der Rüstung tätigen Unternehmen Diehl, Airbus, MBDA und KNDS. Zuvor hatten unter anderem die "Automobilwoche" und der Bayerische Rundfunk berichtet.

Bei der Aktion handelt es sich laut Audi um einen befristeten regionalen Personaleinsatz im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung. Die Beschäftigten bleiben dabei bei Audi angestellt. Ziel der Aktion ist einer Sprecherin zufolge: "Beschäftigungsperspektiven für Mitarbeitende zu erweitern, Fachkräftebedarfe in der Region gezielt zu unterstützen und die Transformation der Industrie aktiv mitzugestalten."

Großes Interesse

Zunächst richtet sich das Angebot an indirekte Tarifmitarbeitende in Ingolstadt. "Zielgruppe sind insbesondere Ingenieure, Qualitätsingenieure, Projektmanager sowie Mitarbeitende der Werkstätten in der technischen Entwicklung und der Qualitätssicherung", heißt es von Audi. Intern wurde das Projekt bereits kommuniziert. Ende Oktober sollen die Mitarbeitenden die Möglichkeit bekommen, direkt mit den beteiligten Unternehmen zu sprechen. Das Interesse an den geplanten Veranstaltungen sei "außerordentlich groß".

Laut IG Metall Bayern geht das Projekt auf einen im April 2026 zu diesem Zweck geschlossenen Tarifvertrag zurück. "In manchen Betrieben gibt es aktuell nicht genug Arbeit, in anderen fehlen Fachkräfte für die Menge an Aufträgen", sagt Bezirksleiter Horst Ott. Lägen solche Betriebe nah beieinander, könne ein vorübergehender Wechsel eine gute Möglichkeit sein. "Denn im anderen Betrieb erhalten Beschäftigte das gleiche Entgelt wie zuvor."

Ott betont zudem, dass nur Beschäftigte, die zustimmen, für einen solchen Einsatz infrage kämen. "Bei Ablehnung dürfen ihnen keine Nachteile entstehen."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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