Audi-Boss über das Interesse an Anteilen am Formel-1-Team

Das neue deutsche Team in der Formel 1 weckt nach Aussagen von Audi-Geschäftsführer Gernot Döllner jede Menge Begehrlichkeiten. In einer deutschen Medienrunde wurde er am Rande des Großen Preises von Spanien gefragt, ob der Verkauf weiterer Anteile des Rennstalls geplant sei. "Das Interesse ist sehr groß, das kann ich sagen", entgegnete Döllner, stellte aber zugleich klar: Das Konstrukt mit der Beteiligung von Katar und Audi als Mehrheitsanteilseigner gebe das her. "Aber wir haben im Moment keine Notwendigkeit, da übereilt zu agieren."
Der deutsche Autobauer ist seit diesem Jahr mit dem eigenen Team in der Motorsport-Königsklasse vertreten. Audi hatte den Schweizer Privatrennstall Sauber übernommen. Der Staatsfonds Katar hat - so wurde es damals in der Pressemitteilung formuliert - "eine bedeutende Minderheitsbeteiligung" am Team. Wie hoch diese Beteiligung ist, ist nicht bekannt oder bestätigt.
"Wir verspüren ein positives Momentum"
Für weitere Anteilseigner gelten Regeln, darauf wies Döllner nun auch noch mal hin. Sollten sie so einen Schritt gehen, werde es einem "sehr, sehr strukturierten Verfahren" unterworfen. Zudem sei es eine Anteils-Minderheit von Audi am Team "unvorstellbar".
Vor dem heutigen Rennen (15.00 Uhr/Sky und RTL) liegen die beiden Audi-Fahrer Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto auf den Plätzen 15 und 14 im Klassement. Zusammen kommen sie auf 16 Punkte. In der Konstrukteurswertung, die am Ende der Saison entscheidend für die Verteilung der Gelder ist, belegt Audi Platz 8 von 11 Teams.
"Wir verspüren ein positives Momentum", sagte Döllner mit Blick auf die Auswirkungen des auch vieldiskutierten Formel-1-Einstiegs auf die Marke Audi. 2030 will Audi - so der Plan - um die WM mitkämpfen.