Attacke auf Regio-Zug Augsburg-München
OLCHING - Was hat sie nur geritten? Unbekannte haben bei Olching den Regionalexpress München-Augsburg angegriffen - sie warfen Steine auf die fahrenden Waggons. Die Bundespolizei ermittelt - ihr Sprecher ist stinksauer.
Sie sind bisher unbekannt - und sollten schauen, dass die Polizei sie ja nicht erwischt: Irre Täter haben am Mittwoch bei Olching den Regionalexpress von Augsburg nach München mit Schottersteinen beworfen: Sie packten die Steine in eine Warnweste und schleuderten sie gegen den Zug - der fuhr in diesem Moment gerade 140 Stundenkilometer.
Der Lokführer des Regio-Express 10877 sagte aus, dass er am Mittwoch gegen 18.30 Uhr zwischen Olching und Gröbenzell einen Schlag wahrnahm. Aus den Augenwinkeln habe er noch die Umrisse einer Jacke erkannt, die der Puffer der Lok wegschleuderte. Der Lokführer hielt den Zug sofort an.
"Das kann tödlich enden."
Im Zug wurde kein Reisender verletzt, der Zug-Angriff führte aber zu Verspätungen im Fahrbetrieb. Fünf Züge mussten umgeleitet werden, eine Verbindung wurde komplett gestrichen. Jetzt ermittelt die Münchener Bundespolizeiinspektion wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr:
Selbst wenn Schottersteine lediglich auf den Schienen liegen würden, besteht die Gefahr, dass sie durch das Überfahren bis zu 50 Meter weit geschleudert werden. Berti Habelt, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion: „Solche dummen Taten können tödlich enden!“
tg
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