Asyl: Deutlich mehr Ausreisen als Einreisen

Seit Jahren diskutiert die Politik über die sogenannte Trendwende in der Asylpolitik. Die neusten Jahreszahlen aus Bayern belegen, dass dies keine Zukunftsmusik mehr ist. Im Gegenteil.
dpa |
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In politischen Debatten ist immer wieder von der Trendwende in der Zuwanderung die Rede. In Bayern zeigt die Statistik für 2025, dass mehr Menschen den Freistaat verlassen haben als neue Asylbewerber angekommen sind. (Illustration)
In politischen Debatten ist immer wieder von der Trendwende in der Zuwanderung die Rede. In Bayern zeigt die Statistik für 2025, dass mehr Menschen den Freistaat verlassen haben als neue Asylbewerber angekommen sind. (Illustration) © Julian Stratenschulte/dpa
München

Im vergangenen Jahr haben 19.413 ausreisepflichtige Ausländer Bayern verlassen. Ihnen gegenüber standen nach Angaben des Innenministeriums nur rund 13.850 Neuzugänge von Asylbewerbern. In Summe haben damit deutlich mehr Migranten den Freistaat verlassen.

"Im Jahr 2025 haben wir insgesamt 3.649 Rückführungen durchgeführt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von über 21 Prozent", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Zudem hätten 15.764 Männer und Frauen den Freistaat freiwillig verlassen, was ein Plus von fast sieben Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 (14.757) bedeute. 

57 Prozent weniger neue Asylbewerber in Bayern im Jahresvergleich

Zum Vergleich: 2024 hatten noch rund 31.900 Personen neu in Bayern um Asyl gebeten - verglichen zu 2025 entspreche dies einem Rückgang von 57 Prozent. "Der von Bayern lange geforderte Kurswechsel in der Migrationspolitik wurde nun – auch dank der Maßnahmen der Bundesregierung – erfolgreich vollzogen", betonte Herrmann.

Fokus bei Abschiebungen bleibe bei Straftätern und Gefährdern

Priorität bei den Abschiebungen müssten laut Herrmann weiterhin Straftäter und Gefährder haben. Diesen Weg werde man "konsequent" weitergehen und habe zum Beispiel die Wiederaufnahme regelmäßiger Rückführungen nach Afghanistan genutzt, um seit Mitte Dezember 2025 bereits vier Straftäter aus Bayern nach Afghanistan abzuschieben. Auch im Zusammenhang mit dem vereitelten Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing hätten mittlerweile bereits drei tatverdächtige Ausländer abgeschoben werden können.

"Bei der Migration müssen wir eine klare Linie verfolgen: Nach der bestandskräftigen Ablehnung eines Asylantrags müssen Asylbewerber Deutschland grundsätzlich wieder verlassen", sagte Herrmann. Dies gelte in besonderem Maße für diejenigen, die sich nicht integrieren oder gar straffällig würden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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