Armer Club: Schiri Meyer pfiff den Punkt weg!

Unglückliche 1:2-Niederlage in Gladbach, denn dem Siegtreffer ging ein klares Foul an FCN-Keeper Schäfer voraus. Manager Martin Bader: „Wir leben ein Stück weit vom Prinzip Hoffnung“. Präsident Franz Schäfer flippt völlig aus
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„Naiv verteidigt“: Während sich Andy Wolf und Javier Pinola (rechts) umarmen, macht Roberto Colautti (links) das 1:0 für Gladbach.
firo/Augenklick „Naiv verteidigt“: Während sich Andy Wolf und Javier Pinola (rechts) umarmen, macht Roberto Colautti (links) das 1:0 für Gladbach.

Unglückliche 1:2-Niederlage in Gladbach, denn dem Siegtreffer ging ein klares Foul an FCN-Keeper Schäfer voraus. Manager Martin Bader: „Wir leben ein Stück weit vom Prinzip Hoffnung“. Präsident Franz Schäfer flippt völlig aus

MÖNCHENGLADBACH Der Fußballgott ist kein Cluberer. Nach schwacher erster, aber engagierter zweiter Halbzeit stand der 1. FCN am Freitagabend wieder mit leeren Händen da. Zwar hatte Albert Bunjaku die Gladbacher Führung durch Roberto Colautti noch ausgeglichen, aber Rob Friend band den Sack zu – weil Schiri Florian Meyer ein klares Foul an Club-Keeper Raphael Schäfer übersehen hatte – 1:2.

"Naiv verteidigt"

Hecking schickte seine Stammelf aufs Feld und die versuchte zunächst Ordnung ins Spiel zu bringen. Dies misslang, weil die Fehlerquote im Aufbau zu hoch war und, nach Ballverlust, die Abwehr sich selten einig war. Vor allem auf der linken Seite durfte sich Arango relativ unbehelligt von Diekmeier austoben. Zudem schnitten die langen Pässe der Gladbacher tiefe Furchen in die FCN-Defensive.

So auch vor dem 1:0. Bradley schickte aus dem Mittelfeld heraus Reus auf die Reise. Sehr zum Erstaunen von Pinola, der Reus laufen ließ. Keeper Schäfer versuchte zu retten, was kaum noch zu retten war, aber Reus fand per Querpass Roberto Colautti, der aus drei Metern einschob. Auch weil Pinola weiter aus dem Spiel blieb und Andy Wolf erst von der Torlinie angeprescht kam. „Naiv verteidigt“, kritisierte Club-Manager Martin Bader den Vorgang.

Elfter Streich von "Prinz Knallbert"

Nach vorne ging beim Club wenig bis nichts. Gladbach stand tief und setzte auf Konter, kam durch Bobadilla zu zwei guten Chancen und der Club hatte zudem Glück, dass Schiedsrichterassistent Carsten Kadach Collauti wegen angeblichem Abseits abwinkte (42.). Es war keins. „Gladbach hätte das zweite Tor machen können“, gab Bader in der Halbzeitpause zu. Baders Gladbacher Kollege Max Eberl lobte den Torschützen. „Roberto weiß eben, wo er stehen muss“, warnte aber: „Bei dem Boden kann immer mal einer durchrutschen.“

Hecking reagierte, brachte Risse für Eigler und Frantz für Mintal. Kaum geschehen, servierte Risse per Freistoß für Albert Bunjaku und der – wer sonst – versteckte den Ball im Netz. 1:1 (47.), der elfte Saisontreffer von „Prinz Knallbert“.

Matchwinner erst 21 Sekunden auf dem Feld

Und Gladbach plötzlich im Rückwärtsgang. Bis Schiedsrichter Florian Meyer wegschaute. Matmour sprang Club-Keeper Schäfer an, Rob Friend staubte zum 2:1 ab – Friend und Matmour waren gerade 21 Sekunden auf dem Feld. Ungeachtet dessen, Meyer hätte das Foul an Schäfer pfeifen müssen (74.).

Wovon sich der Club gar nichts kaufen kann. Die Spiele werden weniger, die Punkte nicht mehr. Manager Bader leicht resignativ: „Wir leben ein Stück weit vom Prinzip Hoffnung, sind zum Klassenverbleib verdammt.“ Nicht zu halten war dagegen Präsident Franz Schäfer nach Spielende. Der flippte völlig aus und beschimpfte Schiri Meyer mit den Worten: "Und so ein Blinder pfeift auch noch für die Fifa." ERG, KK

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