Arbeitslosigkeit bleibt in Bayern sehr niedrig

Der Arbeitsmarkt im Freistaat wird sich im Juni saisonüblich leicht verbessern. Die Beschäftigung steigt weiter an. Doch die sich eintrübende Konjunktur und globale Krisen und Konflikte bereiten vor allem einer Branche wachsende Probleme.
| dpa
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Ein Arbeiter montiert an einem Kran. Foto: Alexander Heinl/Archivbild
dpa Ein Arbeiter montiert an einem Kran. Foto: Alexander Heinl/Archivbild

München (dpa/lby) - Die Arbeitslosigkeit in Bayern bleibt im Juni auf sehr niedrigem Niveau. "Saisonüblich wird sich der Arbeitsmarkt noch leicht verbessern", sagte ein Experte aus dem Arbeitsministerium in München der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Jobsucher werde um 4000 bis 5000 geringer ausfallen als im Mai, prognostizierte er. Die offiziellen Arbeitsmarktdaten will die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag (1. Juli) bekanntgeben. Im Mai waren im Freistaat 201 000 Menschen ohne Job. Die Quote lag bei 2,7 Prozent - ebenso wie im Juni 2018.

Im Sommer werde allerdings wegen der sich abkühlenden Konjunktur die Talsohle bei der Arbeitslosigkeit erreicht, sagte der Fachmann weiter. "Wir sind auf einem extrem niedrigen Niveau angekommen, da ist wenig Luft nach unten", betonte er. So würden inzwischen durch die Unternehmen weniger neue Stellen an die Arbeitsagenturen gemeldet. Positiv sei, dass es im Freistaat nach wie vor einen Beschäftigungsaufbau gebe. So verzeichne das Landesamt für Statistik im ersten Quartal 2019 einen Anstieg der Beschäftigung in Bayern um 1,1 Prozent auf 7,64 Millionen Erwerbstätige. "Wir haben ein abgekühltes, aber dennoch positives Wachstum", erklärte er.

Allerdings habe sich das Wachstum in wichtige Exportmärkte wie Frankreich und Österreich verlangsamt. Zusätzlich sorgten der Zollstreit zwischen den USA und China, die Hängepartie um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) und der Konflikt um den Iran in den Unternehmen für Unsicherheit. "Das alles schlägt auf die stark exportorientierte Automobilindustrie durch", sagte der Fachmann.

Das von verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstituten prognostizierte Wachstum zwischen 0,5 und 0,8 Prozent werde den Arbeitsmarkt weiter günstig beeinflussen, wenn auch auf niedrigerem Niveau. "Die Dynamik der vergangenen Jahre ist erstmal raus", so der Experte.

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