Arbeiterwohlfahrt: Die Armut in Bayern nimmt zu

Die Armut in Bayern steigt laut Arbeiterwohlfahrt signifikant an. So sollen im Freistaat 1,8 Millionen Menschen armutsgefährdet sein.
| AZ/dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Laut Arbeiterwohlfahrt sind in Bayern 1,8 Millionen Menschen armutsgefährdet.
Andreas Gebert/dpa Laut Arbeiterwohlfahrt sind in Bayern 1,8 Millionen Menschen armutsgefährdet.

Augsburg - Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) sieht eine wachsende Armut in Bayern. "Die Zahl der Armen steigt in Bayern signifikant an", sagte AWO-Landeschef Thomas Beyer der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). So habe nach AWO-Berechnungen die Armut im Zeitraum zwischen 2011 und 2018 um 15 Prozent zugelegt. "Etwa 1,8 Millionen Menschen in Bayern sind armutsgefährdet", sagte Beyer. Armut betreffe nicht nur Randgruppen. "Armut findet sich in der Mitte unserer Gesellschaft", sagte er.

1,8 Millionen Menschen in Bayern armutsgefährdet

Als armutsgefährdet gelte, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung habe. "Grundsätzlich gilt in Bayern eine alleinstehende Person unter einem Nettoeinkommen von 1040 Euro als armutsgefährdet", erklärte Beyer.

Der AWO-Chef warf der Staatsregierung vor, die Armutssituation in Bayern zu verharmlosen: "Die bayerische Politik macht um das Thema Armut einen auffallend großen Bogen. Frei nach dem Motto: Wir reden nicht darüber, dann gibt es sie auch nicht." Damit leugne die Regierung die Realität.

Lesen Sie hier: Interessante München-Statistik - Immer mehr - und immer jünger

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren