AOK: Weniger Herzinfarkte in Bayern

Eine Stadt sticht besonders positiv heraus. Zugleich zeichnen die Daten der Kasse bei anderen Krankheiten ein negativeres Bild.
dpa |
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In Bayern sterben weniger Menschen an einem Herzinfarkt als früher. (Symbobild)
In Bayern sterben weniger Menschen an einem Herzinfarkt als früher. (Symbobild) © Stephan Jansen/dpa/dpa-tmn
München

Die Zahl der Herzinfarkte in Bayern ist der AOK zufolge in den zurückliegenden Jahren gesunken. Die Stadt Rosenheim wurde zuletzt sogar bundesweiter Spitzenreiter, wie die Krankenkasse unter Berufung auf die jüngsten Daten aus dem Jahr 2024 mitteilte. Bei anderen Krankheitsbildern sieht die Lage allerdings weniger positiv aus. 

Laut AOK sank die Zahl der Herzinfarkte in Bayern zwischen 2017 und 2024 von 30.400 auf 26.700. Somit habe sich die Zahl der Herzinfarktfälle in diesem Zeitraum um etwa 3.700 reduziert. 

Bezogen auf je 100.000 Menschen ab dem 30. Lebensjahr sank die Rate dabei von 340 auf 290 Fälle. Damit liegt Bayern bundesweit gemeinsam mit Sachsen und Berlin auf dem zweiten Rang. Spitzenreiter ist Hamburg mit einer Rate von 270 Fällen je 100.000 über 30-Jährigen, Schlusslicht Thüringen mit 370. Rosenheim hat übrigens eine Rate von 180, wie aus dem auch online einsehbaren Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der Kasse hervorgeht.

Daten zeigen auch besorgniserregende Entwicklungen

Die Auswertungen zeigen, dass die Herzinfarkt-Raten mit dem Alter deutlich ansteigen. "Dabei gibt es einen deutlichen Geschlechterunterschied: In allen Altersgruppen sind Herzinfarkte bei Männern deutlich häufiger dokumentiert als bei Frauen", erläutert AOK-Expertin Annette Lutz. So lag die Herzinfarkt-Rate der bayerischen Männer zuletzt bei 410 je 100.000, während nur 180 von je 100.000 Frauen betroffen waren.

"Gleichzeitig zeigen die Daten, dass sich Krankheiten, die das Risiko für Herzinfarkte erhöhen, negativ entwickeln", ergänzte Lutz. So stieg der Anteil der Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 an der bayerischen Gesamtbevölkerung ab 20 Jahren von 9,7 Prozent im Jahr 2017 auf 10,3 Prozent im Jahr 2024 (plus 0,6 Punkte). Auch beim Risikofaktor Bluthochdruck wuchs der Anteil der Betroffenen an der Gesamtbevölkerung ab 20 Jahren von 26,6 Prozent auf 27,9 Prozent (plus 1,3 Punkte).

Die AOK hatte die Zahlen auf Basis der Daten ihrer Versicherten auf die gesamte Wohnbevölkerung in den jeweiligen Kreisen und kreisfreien Städten sowie Bundesländern Deutschlands hochgerechnet. In Bayern sind fast 4,6 Millionen Menschen bei der AOK versichert, die somit mit Abstand die größte Kasse im Freistaat ist.

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