Steine auf israelisches Konsulat geworfen: Jetzt ermittelt der Antisemitismusbeauftragte

Ein 24-Jähriger wirft Steine auf das israelische Generalkonsulat in München und löst mit einem verdächtigen Rucksack einen größeren Polizeieinsatz aus. Was die Ermittlungen dazu bisher ergeben haben.
AZ/dpa |
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Der 24-Jährige hatte am Samstag faustgroße Steine auf die Fassade des Konsulats geworfen. (Archivbild)
Der 24-Jährige hatte am Samstag faustgroße Steine auf die Fassade des Konsulats geworfen. (Archivbild) © Stefan Puchner/dpa

Nach Steinwürfen auf das israelische Generalkonsulat in München und einem größeren Polizeieinsatz hat der Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz die Ermittlungen übernommen. Der mutmaßliche Steinwerfer werde der Störung des öffentlichen Friedens, der Sachbeschädigung und des Angriffs auf Polizisten verdächtigt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Die Ermittler sehen Hinweise auf ein israelfeindliches oder antisemitisches Motiv.

Der 24 Jahre alte Verdächtige soll nach dem Angriff seinen Rucksack abgelegt und dabei "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann den hinzugeeilten Polizisten damit zu verstehen geben wollte, dass er einen tödlichen Sprengstoffanschlag auslösen wollte. 

Größerer Polizeieinsatz mit Spezialisten und Roboter

Erst nach einer Untersuchung durch Spezialisten hätten die Beamten eine Gefahr durch den Rucksack und seinen Inhalt ausschließen können. Dabei kam auch ein Roboter zum Einsatz, mit dem der Gegenstand geröntgt wurde.

Bei seiner Festnahme habe der Mann zudem in Richtung der Polizisten getreten und mit dem Kopf gegen sie gestoßen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Verletzt wurden die Beamten dabei aber nicht.

Der 24-Jährige kam wegen akuter Eigen- und Fremdgefährdung zunächst in ein Krankenhaus. Inzwischen hat ein Ermittlungsrichter laut Generalstaatsanwaltschaft wegen Fluchtgefahr Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Er sitzt deshalb in Untersuchungshaft.

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