Anklage wirft Rechtsanwalt Erfindung von NSU-Opfer vor

Zu Beginn eines Betrugsprozesses vor dem Landgericht Aachen hat die Staatsanwaltschaft einem Rechtsanwalt am Freitag die Erfindung eines NSU-Opfers vorgeworfen. Der 52 Jahre alte Jurist habe beim NSU-Prozess in München ein angebliches Opfer des Nagelbombenanschlags der Rechtsterroristen in der Kölner Keupstraße vertreten, das es in Wirklichkeit gar nicht gibt.
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Der Angeklagte (r) sitzt vor Beginn seines Prozesses in einem Saal des Landgerichts neben seinem Rechtsanwalt Peter Nickel. Foto: Henning Kaiser/dpa
dpa Der Angeklagte (r) sitzt vor Beginn seines Prozesses in einem Saal des Landgerichts neben seinem Rechtsanwalt Peter Nickel. Foto: Henning Kaiser/dpa

Aachen - Zu Beginn eines Betrugsprozesses vor dem Landgericht Aachen hat die Staatsanwaltschaft einem Rechtsanwalt am Freitag die Erfindung eines NSU-Opfers vorgeworfen. Der 52 Jahre alte Jurist habe beim NSU-Prozess in München ein angebliches Opfer des Nagelbombenanschlags der Rechtsterroristen in der Kölner Keupstraße vertreten, das es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Dafür habe der Anwalt mehr als 200 000 Euro aus der Staatskasse bezogen. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.

Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Mann eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft, wie ein Gerichtssprecher sagte. In einem besonders schweren Betrugsfall seien sogar bis zu zehn Jahre möglich. Es geht in dem Prozess auch um die Frage, ob der Anwalt aus Eschweiler bei Aachen seinen Beruf weiter ausüben darf.

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