Anklage gegen falschen Polizeibeamten

München (dpa/lby) - Die Staatsanwaltschaft München I hat Anklage gegen einen falschen Polizeibeamten erhoben. Der 31 Jahre alte Mann soll einer Betrügerbande angehören und die Aufgabe gehabt haben, die Beute von den Opfern entgegenzunehmen und an Hintermänner weiterzureichen, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.
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Der Schriftzug "Staatsanwaltschaft München I" am Eingang der Staatsanwaltschaft. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild
dpa Der Schriftzug "Staatsanwaltschaft München I" am Eingang der Staatsanwaltschaft. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Die Staatsanwaltschaft München I hat Anklage gegen einen falschen Polizeibeamten erhoben. Der 31 Jahre alte Mann soll einer Betrügerbande angehören und die Aufgabe gehabt haben, die Beute von den Opfern entgegenzunehmen und an Hintermänner weiterzureichen, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Der konkrete Fall, der zur Anklage kommt, klingt abenteuerlich: Eine 70 Jahre alte Frau soll im Auftrag der falschen Polizisten tatsächlich ihr Haus für 2,9 Millionen Euro verkauft haben und in ein Hotel gezogen sein. Von dem Geld kaufte sie dann Diamanten für 2,5 Millionen Euro und eine Schweizer Uhr für 175 000 Euro, die sie den Betrügern überließ. Vorher sollen die Betrüger bereits Schmuck und Uhren im Wert von 305 000 Euro von ihr erbeutet haben.

Um sie dazu zu bekommen, sollen die Betrüger ihr erzählt haben, dass ein Polizeibeamter des Polizeipräsidiums München von der rumänischen Mafia gefangen gehalten und bedroht werde und man ihr Geld brauche, um ihn freizukaufen. Der nun Angeklagte sei von Zivilbeamten aufgegriffen und festgenommen worden. So habe auch das Diebesgut sichergestellt werden können. Wie die Polizei auf den Mann aufmerksam geworden war, wollte die Staatsanwaltschaft "aus ermittlungstaktischen Gründen" nicht sagen.

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