Anhaltender Stellenabbau in der Metall- und Elektroindustrie

Die Rüstungsindustrie floriert, doch viele Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sind seit Jahren in schwieriger Lage. Die Firmen bauen quasi kontinuierlich Jobs ab.
dpa |
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Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metallarbeitgeber, hofft auf einen moderaten Tarifabschluss mit der IG Metall. Der Stellenabbau in der Branche hielt im ersten Halbjahr an. (Archiv)
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metallarbeitgeber, hofft auf einen moderaten Tarifabschluss mit der IG Metall. Der Stellenabbau in der Branche hielt im ersten Halbjahr an. (Archiv) © Matthias Balk/dpa
München

Bayerns Metall- und Elektroindustrie hat in der ersten Jahreshälfte nach Angaben der Branche 11.000 Arbeitsplätze abgebaut. Ende Juni arbeiteten noch 836.000 Menschen in Bayens wichtigstem Industriezweig, wie die Arbeitgeberverbände bayme und vbm mitteilten. 

Seit Anfang 2024 hat die unter Umsatz- und Auftragsrückgängen leidende M+E-Branche demnach gut 35.000 Stellen gestrichen. In den kommenden Monaten sei mit einer Fortsetzung des Trends zu rechnen. Besonders negativ sind die Aussichten laut bayme und vbm im Automobilsektor und bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen. 

Unternehmen hoffen auf moderaten Tarifabschluss

In diesem Monat beginnen die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. Die zwei Arbeitgeberverbände verbanden ihre Mitteilung daher mit dem Ruf nach einem moderaten Abschluss und einem Appell an die IG Metall: "Gemeinsames Ziel muss es sein, die wohlstandsvernichtende Deindustrialisierung zu stoppen und den Grundstein für eine nachhaltige und dauerhafte Reindustrialisierung zu legen", betonte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Produktion sinkt

Viele Unternehmen der Branche sind seit Jahren in der Krise. Laut bayme und vbm sank die M+E-Produktion in Bayern im zweiten Quartal ein weiteres Mal, und war demnach um 3,4 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Nach dem Ende des ersten Halbjahres hatte sich die Stimmung in der deutschen Industrie insgesamt laut Ifo-Geschäftsklimaindex im Juli und August allerdings verbessert.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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