Angriff auf israelisches Restaurant: Ermittler prüfen Video

Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München sorgt ein mögliches Bekennervideo für Aufsehen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
dpa |
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Das Gelände um das Restaurant war nach dem Anschlag abgesperrt. (Archivfoto)
Das Gelände um das Restaurant war nach dem Anschlag abgesperrt. (Archivfoto) © Peter Kneffel/dpa
München

Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München vor einer Woche prüfen die Ermittler ein mögliches Bekennervideo einer proiranischen Terrorgruppe. "Das Video liegt uns vor", sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft München. Es sei Gegenstand der Ermittlungen. Das Video war den Angaben zufolge auf Social-Media-Kanälen verbreitet worden. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. 

Sicherheitskreise bestätigten der dpa, dass man davon ausgehe, dass das Video auf die proiranische Terrorgruppe namens Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia (Hayi) zurückgehe. Es wurde nach dpa-Informationen unter diesem Namen veröffentlicht. Damit sei aber noch nicht gesagt, dass die Gruppierung tatsächlich hinter dem Anschlag stehe, hieß es. 

In dem Video heißt es den Berichten zufolge, der Angriff habe sich nach der Schließung des Restaurants ereignet und keine Todesopfer gefordert, "aber es hätte am Tag passieren können und die Zionisten wären dabei getötet worden". Der Text wurde demnach auch auf Arabisch und Hebräisch übersetzt. 

Knallgeräusche und zerstörte Scheiben 

Unbekannte hatten in der Nacht auf den Freitag vergangener Woche das israelische Restaurant in München angegriffen, Fensterscheiben zerstört und einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursacht. Polizei, Justiz und Betreiber gingen von Anfang an von einem antisemitischen Motiv aus. 

Die Einsatzzentrale der Polizei hatte gegen 00.45 Uhr einen Anruf erhalten, weil es an dem Lokal "Eclipse" drei Knallgeräusche gegeben hatte. Eine Streife stellte laut Polizei vor Ort fest, dass Fensterscheiben des Lokals an drei Stellen defekt waren. Pyrotechnische Gegenstände seien in das Restaurant geworfen worden, hieß es. Kriminalpolizei und das Landeskriminalamt prüften unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft München, welche Art von Sprengsatz verwendet worden sein könnte.

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