Amoklage an Gymnasium in Oberbayern: Schusswaffe hat wohl nach einem Schuss versagt

Update, 20.44 Uhr: "Wir erleben schreckliche Stunden hier in Schongau", sagt Bundesinnenminister Alexander Dorbindt, in dessen Bundestagswahlkreis Schongau liegt. "Wir stehen schockiert vor dieser irrsinnigen Tat."
Die mutmaßliche Amoktat erschüttert den oberbayerischen Ort. Der Teenager, ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums, wird unter Tatverdacht festgenommen und sitzt laut Dobrindt in Untersuchungshaft. Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird geprüft, ob er womöglich früher schon einmal Drohungen ausgesprochen hat.
Das Motiv für die Tat bleibt zunächst unklar. "Die beiden Opfer, die schwerstverletzten Mädchen, sind nach unserer Einschätzung zufällige Opfer, die in dem Moment in seine Schreckensbahn gekommen sind. Wir gehen von einer Amoktat aus eines Einzeltäters", sagt Dobrindt. Und: "Wir gehen weiter davon aus, dass es sich um eine psychische Ausnahmesituation gehandelt hat."
Laut Polizei bekamen viele Schüler die Tat hautnah mit. Sie werden - wie auch Lehrer und später auch Einsatzkräfte - psychologisch betreut.
Zusammenfassung 16.45 Uhr: Um 12.50 Uhr gehen mehrere Notrufe bei der Polizei ein – aufgeregte Anrufer melden Verletzte an einer Schule. Innerhalb von Minuten befindet sich das oberbayerische Schongau im Ausnahmezustand: Überall Blaulicht, der Bereich um das Welfen-Gymnasium weitgehend abgesperrt, zeitweise kreisen Hubschrauber. Die Menschen im Ort werden aufgerufen, das Areal zu meiden.
Bei einer möglichen Amoktat am Welfen-Gymnasium sind am Mittwoch laut einer Polizeisprecherin mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Die beiden wurden in naheliegende Krankenhäuser gebracht – eins von ihnen mit einem Rettungshubschrauber – und schwebten am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.
Nach ersten Erkenntnissen handle es sich um Schülerinnen des Welfen-Gymnasiums, hieß es von den Ermittlern.
Wie viele Menschen insgesamt verletzt wurden, war zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sprach zunächst von einer einstelligen Zahl. Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in der Nähe des Schulgebäudes festgenommen worden. Es handle sich um einen 16-Jährigen. "Seine Nationalität und in welcher Beziehung er zu den beiden Mädchen steht, ist Gegenstand der Ermittlungen", sagte ein Polizeisprecher der AZ.
Hermann: "Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war"
Bei seiner mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium in Oberbayern hat der 16-jährige Tatverdächtige nach Worten von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) einen Schuss abgegeben - dann habe die Waffe versagt. "Der Täter hat sich dem Gymnasium mit einer Schusswaffe genähert, hat einen Schuss abgegeben, der niemanden verletzt hat", sagte Dobrindt am Abend in Schongau - die Stadt liegt in seinem Bundestagswahlkreis. "Anschließend hat die Schusswaffe versagt, so dass keine weiteren Schüsse abgegeben werden konnten." Dann habe der Täter Messer gezogen. Lehrkräfte und Polizei hätten den Täter wenig später überwältigt und gestoppt.
"Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee bereits am Nachmittag. Der junge Mann sei in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung gewesen.
Einen weiteren Täter gab es nach Worten Herrmanns nicht. Zeitweilig habe es zwar entsprechende Gerüchte gegeben, sagte er. Dafür gebe es aber keine belastbaren Hinweise.
Söder: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau"
Bis in den Nachmittag hinein suchten Spezialkräfte dennoch den Gebäude-Komplex ab, zu dem auch eine Real- und eine Mittelschule gehören. "Das sieht vielleicht ein bisserl martialisch aus, ist aber kein Grund zur Beunruhigung", so der Polizeisprecher zur AZ. "Auch wir gehen von einem Einzeltäter aus – und der sitzt bei uns."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einer Amoktat. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau", sagte er und weiter: "Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern."
Der Ministerpräsident fügte hinzu: "Wir stehen in diesen schweren Stunden alle zusammen. Die Schulfamilie und Angehörigen brauchen jetzt Zeit, Kraft und Zuspruch, die Ereignisse zu verarbeiten."
Söder dankte "allen, die jetzt Hilfe leisten und füreinander da sind". Er dankte der Polizei und allen Rettungsorganisationen für ein schnelles und entschlossenes Eingreifen. "Dieses Miteinander gerade in Notsituationen zeichnet unser Land aus."
Für Schüler, Lehrer und Angehörige wurde eine Anlaufstelle eingerichtet. Auch die Polizeibeamten sollten nach dem Einsatz psychologisch betreut werden.
Ein Video von BR24 vom Bayerischen Rundfunk
Update, 16.06 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach dem Vorfall mit mindestens zwei schwerverletzten Mädchen an einem Gymnasium in Oberbayern von einer Amoktat gesprochen. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau", sagte Söder und betonte: "Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern."
Der Ministerpräsident fügte hinzu: "Wir stehen in diesen schweren Stunden alle zusammen. Die Schulfamilie und Angehörigen brauchen jetzt Zeit, Kraft und Zuspruch, die Ereignisse zu verarbeiten." Söder dankte "allen, die jetzt Hilfe leisten und füreinander da sind". Er dankte der Polizei und allen Rettungsorganisationen für ein schnelles und entschlossenes Eingreifen. "Dieses Miteinander gerade in Notsituationen zeichnet unser Land aus."
Zusammenfassung, 15.35 Uhr: Bei der möglichen Amoktat am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau, südwestlich von München, sind laut einer Polizeisprecherin mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Ob sie in Lebensgefahr schweben, blieb zunächst unklar. Auch ob die beiden Mädchen Schülerinnen des Gymnasiums sind, muss laut einer Polizeisprecherin noch geklärt werden.
Nach ersten Erkenntnissen soll sich das Geschehen zum Teil auf dem Schulgelände, teils im nahen Umfeld des Welfen-Gymnasiums abgespielt haben. Der mutmaßliche Täter, ein 16-Jähriger, war zunächst geflüchtet, konnte jedoch wenig später festgenommen werden, sagte die Polizeisprecherin. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar. Es gibt aktuell keine Erkenntnisse, dass es noch einen weiteren Tatverdächtigen gibt. Eine endgültige Entwarnung kann die Polizei derzeit noch nicht geben. Es fänden zudem noch Absuchmaßnahmen, auch in den Schulgebäuden, statt, so Thomas Schelshorn, Sprecher des Polizeipräsidiums München.
Wie der BR berichtet, soll es um 12.50 Uhr einen Amokalarm gegeben haben, wonach auf dem Schulgelände Chaos ausgebrochen sei. Die Polizei war schnell vor Ort, um die Lage zu sondieren. Die Einwohner in Schongau wurden aufgerufen, das Areal zu meiden. Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.
Nach Worten von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war der festgenommene 16-Jährige, nach ersten Erkenntnissen, auch mit einer Schusswaffe bewaffnet. "Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war", sagte Herrmann am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee. Zunächst wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition.
Nach Angaben der ADAC-Luftrettung sind wegen der möglichen Amoklage mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz. Insgesamt sechs Hubschrauber seien beteiligt, vier davon von der ADAC-Luftrettung, sagte ein Sprecher. Einer der vier Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.

Das Welfen-Gymnasium ist Teil eines größeren Schulkomplexes. Laut Internetseite werden am Welfen-Gymnasium etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es eine Grund-, Mittel- und Realschule.
Update von 15.00 Uhr: Nach Angaben der ADAC-Luftrettung sind wegen der möglichen Amoklage an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz. Insgesamt sechs Hubschrauber seien beteiligt, vier davon von der ADAC-Luftrettung, sagte ein Sprecher. Einer der vier Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.
Update von 14.50 Uhr: Nach den Hinweisen auf eine Amoktat am Welfen-Gymnasium in Schongau ist für Angehörige und Eltern der Schülerinnen und Schülern eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet worden. Das Welfen-Gymnasium liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt. Laut Internetseite werden dort etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet.
Update von 14.36 Uhr: Bei dem Angriff am Welfen-Gymnasium in Schongau sind mehrere Menschen verletzt worden. Nach Informationen der Bild-Zeitung erlitten mehrere Opfer Stichverletzungen. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Update von 14.10 Uhr: Der Vorfall mit mehreren Verletzten an einem Gymnasium in Oberbayern deutet laut einem Polizeisprecher auf eine Amoklage hin. Die Beamten gehen demnach von einer einstelligen Zahl an Verletzten aus.
Amoklage an Welfen-Gymnasium in Schongau: BR-Livestream
Update von 14.01 Uhr: Bei dem Großeinsatz am Welfen-Gymnasium in Schongau gab es Hinweise auf eine Amoktat. Das erklärte ein Sprecher dem BR. Nach Informationen der Bild-Zeitung sind mehrere Menschen beim Angriff schwer verletzt worden.
Update von 13.52 Uhr: Bei einem Angriff am Welfen-Gymnasium in Schongau sind mehrere Menschen verletzt worden. Wie viele Menschen wie schwer verletzt wurden, werde derzeit noch abgeklärt, teilte die Polizei mit.
Angriff an Gymnasium in Schongau: Mutmaßlicher Täter gefasst
Update von 13.48 Uhr: An einem Gymnasium in Oberbayern sind laut Polizei mehrere Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei mit.
Erstmeldung von 13.40 Uhr: Zahlreiche Polizisten sind derzeit an einem Gymnasium in Oberbayern im Einsatz. Mehr als 15 Streifen seien zum Welfen-Gymnasium in Schongau südwestlich von München alarmiert worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Beamten riefen die Menschen auf, das Areal zu meiden. Zum Grund des Einsatzes äußerte sich die Polizeisprecherin zunächst nicht.