Zehn, neun, acht: Der Mintal-Countdown

Am Samstag geht’s für das "Phantom" mit der ganzen Familie ab nach Philadelphia – obwohl der Club gegen Mönchengladbach spielt
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Fingerzeig in Richtung USA: Erstmals fehlt ein gesunder Marek Mintal bei einem Club-Spiel.
JüRa/Zink Fingerzeig in Richtung USA: Erstmals fehlt ein gesunder Marek Mintal bei einem Club-Spiel.

Am Samstag geht’s für das "Phantom" mit der ganzen Familie ab nach Philadelphia – obwohl der Club gegen Mönchengladbach spielt

NÜRNBERG So viel steht schon mal fest: Sollte am Samstag – wie gewohnt – das Plakat „Mintal ist unantastbar“ beim Heimspiel gegen Gladbach wieder vor Block acht hängen, dann wird es das „Phantom“ nicht sehen können. Erstmals seit siebeneinhalb Jahren – die zwei Mittelfußbrüche in der Saison 2005/06 ausgeklammert – fehlt Marek Mintal bei einem Spiel seines Club. Der in Nürnberg vorzugsweise auf der Bank schmorende Torjäger a. D. fliegt bereits am Vormittag in die USA, um dort das verlockende Angebot von Philadelphia United persönlich zu prüfen.

Zehn, neun, acht. . .

Der Countdown läuft für den, zumindest sportlich betrachtet, endgültigen Abschied des wohl größten Vereins-Idols seit dem legendären Max Morlock. „Sein Wunsch zu wechseln hat sich scheinbar zu 100 Prozent verfestigt“, sagt Manager Martin Bader. „Da ist es eine Selbstverständlichkeit für uns, dass wir Marek für das Wochenende freistellen.“ Beharrlicher Zusatz: „Auch jetzt drängen wir ihn zu keiner Entscheidung. Die muss er selbst fällen.“

. . .sieben, sechs, fünf. . .

Um die bislang nur verbal ausgetauschten Konditionen zu prüfen – Dreijahres-Vertrag mit geschätzten 450000 Euro Gehalt pro Spielzeit plus familiengerechter Unterkunft und Auto – fliegt Marek zusammen mit seiner Frau Katarina und den Söhnen Jakub (6) und Sebastian (3) am Samstag via Frankfurt nach Philadelphia an die Ostküste der USA. Neben dem Trainingsgelände von United wird Marek auch den PPL Park, ein reines Fußball-Stadion für 18500 Zuschauer, und die Internationale Schule unter die Lupe nehmen. Dort soll Jakub ab Sommer eingeschult werden.

. . .vier, drei, zwei. . .

Marek hatte auch Angebote aus Deutschland – etwa von den Zweitligisten Aachen und Ingolstadt. Problem: Wäre er voll durchgestartet, wäre das als normal beurteilt worden. Wenn nicht, wäre ihm nachgesagt worden, er hätte das Karriereende verpasst. In Philadelphia kann er auch mit 33 Jahren befreit aufspielen, Land, Leute, eine neue Sprache und andere Trainingsmethoden kennenlernen.

...eins, null!

Das von Bader versprochene Abschiedsspiel wird es definitiv geben: „Marek bestimmt den Zeitpunkt. Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, dass er mit Philadelphia zu uns kommt.“ Abwarten. Noch hat sich Mintal nicht entschieden. Aber ein solch verlockendes Angebot kann er eigentlich nicht ausschlagen. Nach seiner Rückkehr am Montag wird er den Club-Fans seine Entscheidung verraten. Markus Löser

Mehr über den Club, die Vorfreude bei Kapitän Andreas Wolf & Co. auf den Rückrundenstart und das plötzliche Interesse von US Palermo an Neuzugang Ben Khalifa, lesen Sie ind er printausgabe der AZ am Donnerstag, 13. Janaur

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