Vertagt! Charisteas pokert mit den Franzosen

Verhandlungen fortgeschritten, der Grieche muss auf viel Geld verzichten und sich schnell entscheiden. Keine Ablöse von AC Arles-Avignon für den Club
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Einchecken zum Auswandern: Am Donnerstag flog Angelos Charisteas zu Verhandlungen nach Frankreich.
Wolfgang Zink Einchecken zum Auswandern: Am Donnerstag flog Angelos Charisteas zu Verhandlungen nach Frankreich.

Verhandlungen fortgeschritten, der Grieche muss auf viel Geld verzichten und sich schnell entscheiden. Keine Ablöse von AC Arles-Avignon für den Club

NÜRNBERG/AVIGNON Halleluja, die unglückliche Episode um Angelos Charisteas scheint für den Club am Ende doch noch gut auszugehen. Nachdem sich die ganze Woche über bereits die Gerüchte verdichtet hatten, Harry könnte in Frankreich bei Erstliga-Aufsteiger AC Arles-Avignon (AZ berichtete) eine neue Heimat finden, stehen die Zeichen beim Griechen seit Freitag endgültig auf: „Au revoir Nürnberg“.

Bei Wechsel muss Harry deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen

Bereits am Donnerstag war der 30-Jährige mit Arles Präsident Michel Estevan beim Abendessen, tags darauf inspizierte Harry das AC-Trainingsgelände. Club-Manager Martin Bader konnte am Freitag zwar noch keinen Vollzug vermelden, wie die AZ jedoch aus Frankreich erfuhr, war nur noch die Vertragsdauer offen.

Um den Deal mit dem einstigen EM-Helden in trockene Tücher zu bringen, müssen beide Seiten, also Charisteas wie auch der Club, allerdings deutliche Abstriche hinnehmen. Angeblich wollen die Franzosen keinen Cent Ablöse zahlen für die teuerste Verpflichtung der Club-Geschichte, die 2007 für 2,5 Millionen aus Rotterdam zum FCN gekommen war.

Und auch Charisteas wird sich bei einem kolportierten Monatsgehalt von rund 45.000 Euro bei einem Wechsel ein wenig einschränken müssen. Sei’s drum. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Am Wochenende muss Charisteas das Pokelspiel beenden.

"Wir müssen die Tore auf mehrere Schultern verteilen"

Für Bader zählt, dass er seinen Topverdiener (1,8 Millionen Euro pro Jahr) dann endlich von der Lohnliste hat. Das schafft zusätzlichen finanziellen Spielraum, der allerdings nicht in die Verpflichtung eines Harry-Ersatz investiert wird.

„Wir werden im Sturm nichts mehr machen“, betont Bader. Schon deshalb, weil man für die in Dieter Heckings 4-2-3-1-System vorgesehene einzige Sturmspitze genügend Alternativen habe. Außerdem sei für die Tore ab sofort die gesamte Offensiv-Abteilung zuständig. Bader: „Wir müssen die Tore eben auf mehrere Schultern verteilen.“ kk, StW

Mehr über den Club und Trainer Dieter Heckings Pläne für die am Sonntag in Trier startende Pokalsaison lesen Sie in der Wochenend-Ausgabe Ihrer Abendzeitung.

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