Traumstart, Zittern, Happy-End

Club feiert ersten Heimsieg – 2:1 in letzter Minute gegen Stuttgart. Schieber und Pinola die Matchwinner, Gelb-Rot gegen Käpt’n Wolf
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Der Anfang vom Stuttgarter Ende: Julian Schieber (links) bleibt nervenstark und lässt VfB-Torhüter Sven Ulreich beim 1:0 keine Chance.
Wolfgang Zink Der Anfang vom Stuttgarter Ende: Julian Schieber (links) bleibt nervenstark und lässt VfB-Torhüter Sven Ulreich beim 1:0 keine Chance.

Club feiert ersten Heimsieg – 2:1 in letzter Minute gegen Stuttgart. Schieber und Pinola die Matchwinner, Gelb-Rot gegen Käpt’n Wolf

NÜRNBERG Wahnsinn! Ausgerechnet die Stuttgarter Leihgabe Julian Schieber avancierte gestern Abend zum großen Spielverderber für den VfB. Noch besser: Der 21-jährige Club-Stürmer harmonierte prächtig mit Linksverteidiger Javier Pinola. Der Argentinier legte Schiebers frühes 1:0 auf, bedankte sich seinerseits in der Nachspielzeit (90.+1) für Julians famose Übersicht mit dem Siegtreffer zum stürmisch gefeierten 2:1 (1:0). Der erste Heimsieg somit unter Dach und Fach. Allerdings trübte die Freude der unnötige Platzverweis von Kapitän Andy Wolf, der somit am Samstag beim Gastspiel in Frankfurt nur auf der Tribüne sitzen wird.

Pole-Position nicht genutzt

Den Traumstart machte Schieber bereits nach exakt 165 Sekunden perfekt. Und verlieh somit seinen starken Worten im Vorfeld Nachdruck: „Das ist das erste Mal, dass ich gegen den VfB spiele. Ein oder zwei Tore wären super.“ Gesagt, getan. Nach feinem Doppelpass mit Pinola zündete Julian den Turbo, ließ Stuttgarts Decker Georg Niedermeier locker stehen und schob unter dem Jubel der 36790 Zuschauer eiskalt ein. Schieber überglücklich: „Unfassbar, dass wir in Unterzahl den späten Ausgleich noch korrigieren konnten. Bislang war unsere Schwäche, dass wir uns nach einer Führung zu weit hinten rein gestellt haben. Das haben wir in der zweiten Halbzeit korrigiert.“

Tatsächlich wusste der Club mit seiner Pole-Position in der Folge recht wenig anzufangen. Während die Schwaben, nicht immer durchdacht, auf Spielkontrolle setzten, gerieten die FCN-Konter meist schon im Ansatz ins Stocken. nach dem Moto. Vorwärts, aber doch eher zurück. Mit der nötigen Portion Glück. Zunächst durfte Pinola Ex-Cluberer Cacau ungestraft in den Bauch knuffen (6.). Später landete Arthur Bokas Freistoß-Hammer aus 30 Meter (31.) nur an der Latte, sprang von Raphael Schäfers Rücken ins Aus.

"Unglaublich, was wir heute geleistet haben“

Letztlich war es auch den Adleraugen von Linienrichter Torsten Bauer zu verdanken, dass die Führung bis zur Pause Bestand hatte. VfB-Sturmtank Pavel Progrebnyak hatte sich vor seinem Kopfballtraffer (39.) zu sehr an der Wäsche von Timmy Simons zu schaffen gemacht. Kommentar des Stuttgarter Anhangs: „Schieber, Schieber.“ Und damit war nicht Julian, sondern Schiri Jochen Drees gemeint.

In Minute 60 trat Bauers Kollege Tobias Christ auf den Plan, ließ Stuttgarts Jubel über das vermeintliche 1:1 durch Tasci im Keim ersticken – Abseits. Der Club behielt seine Leidenschaft, ließ sich auch durch Wolfs Gelb-Rote Karte nicht wirklich beirren. Auch wenn Stuttgart die Schlagzahl erhöhte und durch Ex-Cluberer Cacau zum 1:1 kam (85.).

„25 Minuten in Unterzahl, unglaublich, was wir heute geleistet haben“, strahlte auch Matchwinner Pinola hinterher. Und Schieber gestand: „Pinos Tor habe ich wie ein Zuschauer verfolgt; dann war der Ball endlich drin.“ Einfach Wahnsinn! MaC, KK

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