Spieler-Karussell

Das Personal- Karussell dreht sich in Nürnberg. Manager Martin Bader will den Kader verstärken. Bedarf bestehe auf vier Positionen. Und das unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit.
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Das Karussell ist gestartet, auch wenn Club-Manager Martin Bader ob der schwierigen Lage nur „Kontakte pflegen kann.“
Martha Schlüter Das Karussell ist gestartet, auch wenn Club-Manager Martin Bader ob der schwierigen Lage nur „Kontakte pflegen kann.“

Das Personal- Karussell dreht sich in Nürnberg. Manager Martin Bader will den Kader verstärken. Bedarf bestehe auf vier Positionen. Und das unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit.

NÜRNBERG Mit der Angst im Nacken lässt sich schlecht planen. Zumindest nicht konkret. Weil aber – zum Glück – noch längst nicht klar ist, ob der Club, jahrelang die Fahrstuhltruppe schlechthin, für die kommende Saison auf das Knöpfchen „U“ für Untergeschoss drücken muss, oder sich mit Hängen und Würgen in der Beletage hält, bleiben die Namen der angedachten Verstärkungen streng geheim. Nur so viel ist klar, es werden Neuzugänge kommen. Manager Martin Bader: „Wir werden so oder so an der einen oder anderen Stellschraube drehen müssen.“ Start frei für das Personal-Karussell.

Auf vier Positionen besteht Handlungsbedarf, unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit. Sollte sich Daniel Klewer als Nummer eins etablieren, würde Blazek (35) mit Sicherheit seine Karriere nicht auf der Bank ausklingen lassen wollen, sondern nach Tschechien zurückkehren. Wie gestanden der Torwart dann sein wird, entscheidet Trainer Thomas von Heesen.

Die Positionen im einzelnen

Ein Außenverteidiger, möglichst ein Linksfuß, ist ein absolutes Muss. Zudem mangelt es an Deckern mit höherer Qualität im Spielaufbau als dies Glauber, Michael Beauchamp oder Matthew Spiranovic sind. Das vorhandene Mittelfeldpersonal müsste sich eigentlich schon in der Bundesliga nicht verstecken müssen, doch in der Abteilung Attacke muss nach einem quirligen Flügelflitzer fahndet werden. Die kurz- bis langfristigen Ausfälle von Robert Vittek und Ivan Saenko waren nicht ansatzweise zu kompensieren.

Zum nahezu gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, mit der Gewissheit eines Platzes in der oberen Tabellenhälfte, herrschte bereits Klarheit, wer den Club (eventuell) verstärken sollte. Nicky Adler (1860 München), Lars Jacobsen (FC Kopenhagen), Peer Kluge (Gladbach), Zvjezdan Misimovic (Bochum) wechselten sogar ablösefrei, der Transfer von Torhüter Jaromir Blazek (Sparta Prag) war ein offenes Geheimnis, Dario Vidosic (150000 Euro an Queensland Roar) trainierte bereits regelmäßig mit, Ralf Schmidt war noch an Jena ausgeliehen.

Lediglich hinter dem Nachfolger von Sturmtank Markus Schroth (zu München 1860) stand ein dickes Fragezeichen. Weil Danny Koevermans (AZ Alkmaar) und Nikos Liberopoulos (AEK Athen) nicht finanzierbar waren. Also kam – mit zweiwöchiger Verspätung – Angelos Charisteas für die Rekordablöse von 2,5 Millionen Euro an den Valznerweiher.

Was wäre in der zweiten Liga?

Kommt es zum Super-Gau, droht dem Club ohnehin der Ausverkauf, gelten doch alle Verträge nur, wenn in der Zweiten Liga weiterhin erstklassig bezahlt wird. Definitiv weg wäre Chefstratege Tomas Galasek (Vertrag nur fürs Oberhaus), die Filetstücke (Javier Pinola, Andreas Wolf, Jan Koller, Kluge, Misimovic, Saenko, Vittek) wären bei entsprechenden (Ablöse-)Angeboten nicht zu halten.

„Bislang können wir nur unsere geknüpften Kontakte pflegen“, sagt Bader zum Stand der Dinge. Weil Abschlüsse erst möglich sind, wenn feststeht, ob der Club tatsächlich eine Fahrstuhltruppe ist. Oder diese Saison gerade noch als verzeihbarer Ausrutscher durchgeht.

Markus Löser

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