Schieber: Ich bin bereit

Angreifer fiebert seiner Rückkehr in die Startelf entgegen, will mit dem Club Lauterns Betzenberg stürmen. „Bin wieder in den Zweikämpfen drin“
| Krischan Kaufmann
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Julian, geh’ du voran: Mehmet Ekici (l.) und Timothy Chandler (r.) wollen mit Rückkehrer Julian Schieber den Lauterer Betzenberg stürmen.
Wolfgang Zink Julian, geh’ du voran: Mehmet Ekici (l.) und Timothy Chandler (r.) wollen mit Rückkehrer Julian Schieber den Lauterer Betzenberg stürmen.

NÜRNBERG Julian Schieber ist seiner Zeit mal wieder weit voraus. Genau sieben Tage. Denn eigentlich sollte der Club-Stürmer nach seiner Meniskus-Operation vor acht Wochen erst jetzt in Kaiserslautern wieder zum Kader gehören. Aber Schieber war schneller und gab bereits beim 1:1 gegen die Bayern sein 25-minütiges Comeback. Und jetzt am Samstag? Da spekuliert der Schwaben-Bomber sogar auf einen Platz in der Startelf.
„Ich habe mit dem Trainer gesprochen und ihm gesagt, dass ich mich fit fühle und es mir zutrauen würde, von Anfang an zu spielen.“

 

"Ein wenig Angst ist immer noch da"


Nun liegt’s an Dieter Hecking. Der hatte nach dem Derby fehlende Dynamik bei seinem besten Stürmer (sieben Tore, acht Vorlagen) ausgemacht. Aber das ist schon wieder eine Woche her. Viel Zeit für Julian, seine Defizite aufzuholen. „Ich bin schon dynamischer und spritziger geworden“, betreibt der 22-Jährige Werbung in eigener Sache, „auch das Knie reagiert nicht mehr.“ Und auch der Kopf spielt mit. Schieber: „Ich bin wieder in den Zweikämpfen drin. Ein wenig Angst ist zwar immer noch da. Aber wenn man nach dem ersten Tackling merkt, es ist okay, dann denkt man nicht mehr daran.“
Medizinisch steht einem Einsatz also nichts mehr im Wege. Und Hecking müsste dafür nicht einmal Schiebers Vertreter Christian Eigler, der seine Aufgabe mit fünf Toren in sechs Spielen bravourös gemeistert hat, rausnehmen. Eigler könnte wieder nach außen rücken und der zuletzt etwas überspielt wirkenden Jens Hegeler dafür pausieren.
Denn, um in Lautern bestehen zu können, muss der Club erneut alle Reserven mobilisieren. Die Mannschaft von Ex-Cluberer Marco Kurz könnte nämlich mit einem Sieg die Saison so gut wie abhaken. Schieber: „Sie wissen, wenn sie gegen uns gewinnen, sind sie eigentlich durch.“ Andererseits hat auch der Club ein großes Ziel vor Augen: das internationale Geschäft. Schieber: „Das Thema wurde intern angesprochen, und das ist jetzt unsere Motivation für die letzten fünf Spiele.“

 

Verbleib beim Club ist nahezu ausgeschlossen


Und Julians Zukunft? „Es bleibt alles offen, so wie im ganzen Leben“, philosophiert Schieber. Denn sein Stammverein VfB Stuttgart steckt nach der 2:4-Pleite gegen Kaiserslautern tief im Abstiegskampf (Platz 15, 30 Punkte), kämpft am Samstag in Köln wieder ums Überleben im Oberhaus. Dennoch ist ein Bleiben des Stürmers beim Club nahezu ausgeschlossen. Selbst wenn der VfB absteigt, behält er die Transferrechte an Schieber und würde, sofern er Schieber nicht ohnehin behält, für Julian mindestens vier Millionen Euro Ablöse aufrufen – und mit Sicherheit würden sich viele Klubs um Schiebers Dienste bemühen.

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