Schieber: Comeback gegen Bayern

Klartext von Trainer Dieter Hecking, der in letzter Zeit fehlende Alternativen im Angriff beklagt hatte: „Wenn Julian sich gut fühlt, gehört er zum Kader”
| Krischan Kaufmann
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Julian Schieber gegen die Bayern Danijel Pranjic, Breno und Jörg Butt (von links): So war’s am 14. November 2010. Am Samstag darf der zuletzt schmerzlich vermisste Club-Mittelstürmer wieder gegen die Münchner ran.
Wolfgang Zink Julian Schieber gegen die Bayern Danijel Pranjic, Breno und Jörg Butt (von links): So war’s am 14. November 2010. Am Samstag darf der zuletzt schmerzlich vermisste Club-Mittelstürmer wieder gegen die Münchner ran.

NÜRNBERG Manchmal werden auch Fußball-Profis von ihren eigenen Aussagen überholt. „Vielleicht klappt’s ja schon gegen Lautern”, hatte Julian Schieber gehofft. Von wegen! Seine während der Länderspielpause verkündete Comeback-Prognose muss der Club-Mittelstürmer nun kräftig korrigieren. Denn die Durchschlagskraft des Schwaben-Bombers wird bereits am Samstag (15.30 Uhr) beim Spiel der Spiele, dem Hit gegen die Bayern, dringend benötigt. Klartext von Trainer Dieter Hecking: „Wenn Julian sich gut fühlt, wird er auf jeden Fall zum Kader gehören.”

 

"So ein Spiel gegen die Bayern birgt genügend Motivation"


Das wird er ganz bestimmt. Denn so ein „Highlight”, wie Hecking das Duell mit dem Erzrivalen nennt, lässt sich kein Profi freiwillig entgehen. Denn eigentlich sollte der 22-Jährige noch kürzer treten. Vor der gestrigen Abschluss-Untersuchung beim Augsburger Knie-Spezialisten Ulrich Boenisch, der vor knapp sieben Wochen Schieber nach seinem Meniskusriss operiert hatte, unkte Hecking: „Ich weiß schon, was der Arzt sagen wird: Julian sollte besser noch zehn Tage mit der Mannschaft trainieren. Aber so ein Spiel gegen die Bayern birgt genügend Motivation.” Sollte Julian also schmerzfrei sein und sein Knie stabil bleiben, ist ihm die Joker-Rolle gegen die Münchner sicher.

 

"Nach vorne fehlt uns die Leichtigkeit"


Aus gutem Grund. Nach dem unglücklichen 0:1 in Köln hatte Hecking zugegeben: „Wir kommen im Augenblick ein wenig auf der Felge daher. Gerade was unsere Offensive angeht.” Das „kleine Loch”, in dem sich vor allem seine Kreativ-Abteilung um Ilkay Gündogan, Mehmet Ekici und Jens Hegeler befinde, sei normal, das müsse man den „Jungen auch zugestehen”. Aber Schieber wäre nicht zuletzt wegen seiner glänzenden Bilanz von sieben Toren und acht Vorlagen eine der „Alternativen”, die Hecking zuletzt so vermisst hatte. „Defensiv funktionieren wir gut. Nach vorne fehlt uns aber seit zwei, drei Spielen ein wenig die Leichtigkeit.”
Da auch Timothy Chandler und Javier Pinola nach ihren Sperren wieder eingreifen können, ist zumindest die personelle Situation nicht mehr so angespannt wie noch in Köln, als Hecking auf „fünf Stammspieler” (Albert Bunjaku, Mike Frantz, Schieber, Chandler, Pinola) verzichten musste.

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