Panzerknacker Boakye

Gegen einen "robusten MSV": Club-Trainer Oenning hofft, dass der Ghanaer als „wendiger Angreifer“ die Duisburger Deckung um den Ex-Fürther Schlicke „in Bewegung bringt“. Goncalves: Keine Probleme mit dem Zeh.
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Trainer Michael Oenning glaubt an Boakye, der gegen Wehens Keeper Walke (Mitte) beste Möglichkeiten versiebte.
Wolfgang Zink Trainer Michael Oenning glaubt an Boakye, der gegen Wehens Keeper Walke (Mitte) beste Möglichkeiten versiebte.

NÜRNBERG - Gegen einen "robusten MSV": Club-Trainer Oenning hofft, dass der Ghanaer als „wendiger Angreifer“ die Duisburger Deckung um den Ex-Fürther Schlicke „in Bewegung bringt“. Goncalves: Keine Probleme mit dem Zeh.

Tja, das wird dann wieder nichts mit dem Sprung in die Startformation, dem erklärten Ziel von Christian Eigler. „Wir haben genügend Qualität im Mittelfeld, damit wir Stürmer präzise gefüttert werden können“, hofft der 24-Jährige endlich mal als „Erstverwerter“ zum Zug zu kommen. Pustekuchen. Auch heute Abend gegen den MSV Duisburg (20.15 Uhr) bleibt ihm zunächst nur ein Platz auf der Bank. Zwar kehrt Trainer Michael Oenning nach dem 0:2-Pokal-Aus bei den Bayern zu zwei Spitzen zurück, erklärt aber: „Neben Angelos Charisteas ist Isaac Boakye wieder dabei.“

Der Ghanaer lieferte nach einer sehr zuversichtlich stimmenden Leistung bei seiner FCN-Premiere, dem 2:1-Auftaktsieg gegen Augsburg, in der Folge mehrfach den Beweis ab, warum er in Wolfsburg keine Zukunft mehr hatte. Nicht nur wegen seiner schon fahrlässig anmutenden Torschusspanik gegen Aachen und in Wehen, als er zwei hundertprozentige Chancen kläglichst versiebt hatte. Boakye glänzte trotz körperlicher Präsenz vornehmlich durch mentale Abwesenheit.

Ein Dreier zur Beruhigung

Oenning ist’s egal. Noch. Er setzt auf Beweglichkeit und einen Hauch Genialität. Auf einen „wendigen Angreifer“, um die „robuste MSV-Abwehr“ um den Ex-Fürther Björn Schlicke und die Dortmunder Leihgabe Markus Brzenska „in Bewegung zu bringen.“ Deshalb darf Boakye ran. Zu Eiglers Verdruss. Der gebürtige Schwabacher, für rund eine Million Euro plus Nachschlag im Falle des Aufstiegs aus Bielefeld geholt, weiß bestens, wie Betonriegel in Liga zwei erfolgreich zu knacken sind. Nicht umsonst avancierte Christian mit 18 Einschüssen für Fürth 2006 zum Zweitliga-Schützenkönig. „Ich werde keine Diskussionen anzetteln“, erklärt er ohne Zähneknirschen. „Wichtig ist die Mannschaft, der gemeinsame Erfolg. Ich werde mich im Training weiter aufdrängen.“

Das hat Innenverteidiger José Goncalves hinter sich. Doch zuletzt zwickte den Portugiesen der kleine Zeh am linken Fuß. „Kein Problem“, weiß Oenning, „José hatte die letzten beiden Tage keine Probleme.“ Wohl auch dank der Medikamente nach plötzlich aufgetretenen Halsschmerzen. Bei Peer Kluge (Adduktoren) dagegen „reicht es höchstens für einen Kurzeinsatz“, unkt der Trainer. Ungeachtet dessen ist Oenning zum Siegen beinahe verdammt. Alles andere als ein Dreier gegen Duisburg könnte nicht nur größere Auswirkungen auf künftige Startformationen haben, sondern sich auch auf ihn auswirken. Noch murrt das Umfeld nur. Geht’s heute schief, wird’s ein Knurren. Markus Löser

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