Nürnberg: Wird Offensiv-Oenning jetzt zum Riegel-Michi?

Jedenfalls übt der Club für das schwere Auswärtsspiel in Stuttgart ein neues System nach der Devise: Hinten dicht und vorne Charisteas
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Einer, der den Laden hinten dicht machen soll und zwei, die für zusätzliche Sicherheit im Mittelfeld sorgen sollen: Kapitän Andy Wolf (links) und Peer Kluge (M.) und Thomas Broich.
bayernpress Einer, der den Laden hinten dicht machen soll und zwei, die für zusätzliche Sicherheit im Mittelfeld sorgen sollen: Kapitän Andy Wolf (links) und Peer Kluge (M.) und Thomas Broich.

Jedenfalls übt der Club für das schwere Auswärtsspiel in Stuttgart ein neues System nach der Devise: Hinten dicht und vorne Charisteas

„Einmal hinten die Null zu halten ist sehr wichtig in der Bundesliga. Wenn du ein, zwei Gegentore bekommst, ist es schwer, wieder zurückzukommen.“ (Club-Stürmer Angelos Charisteas am vergangenen Montag in „Blickpunkt Sport“)

Fünf Gegentore sind noch nicht beängstigend

Fünf Gegentore in drei Spielen sind zwar noch nicht beängstigend. Aber dem Trainergespann beim Club wohl einen Gedanken an eine neue taktische Ausrichtung wert. Schließlich wartet mit dem VfB Stuttgart am Samstag eine schwere Auswärtsaufgabe.

Sicherheit zuerst heißt folglich die neue Devise von Michael Oenning und Assistent Armin Reutershahn. Das sah, zumindest im Training, schon recht ordentlich aus. Vor der etablierten Viererkette spielte Arsenal-Leihgabe Havard Nordtveit auf der Sechserposition den Feuerwehrmann. Davor tummelten sich Peer Kluge und Thomas Broich (links, ersatzweise Daniel Gygax) sowie Marcel Risse (rechts). Marek Mintal unterstützte die einsame Spitze in Person von Angelos Charisteas (im Wechsel mit Christian Eigler). Ein 4-1-4-1-System also. Wird nun aus Offensiv-Oenning ein Riegel-Michi?

"So ein Spiel wie gegen Hannover können wir uns nicht noch einmal erlauben"

„So ein Spiel wie beim 0:2 gegen Hannover können wir uns nicht noch einmal erlauben. Das gilt es in Stuttgart zu revidieren“, sagt Reutershahn, der gestern Abend die Stuttgarter gegen FC Timisoara in der Champions League-Qualifikation (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet) vor Ort begutachtete. „In Stuttgart müssen wir eine bessere Leistung abrufen“, wusste Reutershahn aber schon vorher. „Das ist den Spielern auch bewusst. Sie sind im Training sehr engagiert und konzentriert.“

Mit Ausnahmen. So holte Matthew Spiranovic Charisteas rüde von den Beinen, als der Grieche nach einem blitzgescheiten Pass von Nordtveit zu enteilen drohte. Ein lauter Schrei, eine kurze Behandlungspause und weiter ging’s. Charisteas biss auf die Zähne, wollte in Sachen Einstellung ein Zeichen setzen für das Spiel in Stuttgart.

Wie der VfB daher kommen wird, wissen sie ohnehin schon beim Club. Reutershahn zum 4-4-2-System der Schwaben: „Die Spielanlage dort ist immer gleich. Es variiert beim VfB nur die personelle Besetzung. Die spielen mit zwei Sechsern und zwei offensiven Außenspielern. Egal, ob die Aliaksandr Hleb, Timo Gebhart oder Elson heißen.“

Pinola: "Müssen in der Abwehr ein bisschen mehr aufpassen"

Dazu kommen zwei muntere Stürmer. Einer davon ist der Ex-Cluberer Cacau. Bei so viel prominenter Gegnerschaft vor der Brust weicht dann doch einer von der Riegel-Taktik ab: Linksverteidiger Javier Pinola. „Wir müssen in der Abwehr ein bisschen mehr aufpassen. Aber wenn wir gewinnen wollen, müssen wir attackieren.“ Mutiger Pino – aber letztlich klingt Oennings Plan erfolgversprechender.Matthias Hertlein/ERG

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