Neuland für Ottl und Breno: Abstiegskampf!

Gestern gab’s die erste Trainingseinheit für die beiden Leihgaben vom FC Bayern München
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Ruhig, aber durchaus aggressiv: Der neue Innenverteidiger Breno vom FC Bayern, ein stämmiges Kerlchen.
jüra/zink Ruhig, aber durchaus aggressiv: Der neue Innenverteidiger Breno vom FC Bayern, ein stämmiges Kerlchen.

Gestern gab’s die erste Trainingseinheit für die beiden Leihgaben vom FC Bayern München

BELEK Viel geschlafen haben die Zimmergenossen Breno und Andreas Ottl nicht, bevor die Bayern-Leihgaben zum ersten Training bei und mit den Club-Kollegen anrücken durften. An Tatendrang mangelt es dem in München vorläufig für zu leicht befundenen Duo jedenfalls nicht.

Innenverteidiger Breno: „Ich habe zwar noch nie gegen den Abstieg gespielt, bin aber selbstbewusst genug, dass wir erfolgreich sein werden.“ Mittelfeld-Abräumer Ottl will von einem Rückschritt nichts wissen: „Bei jeder Mannschaft, egal ob es um die Meisterschaft oder gegen den Abstieg geht, zählen immer nur Siege. Ich bin bereit, sofort Verantwortung zu übernehmen.“

Ottl: "Bei Bayern konnte ich mich leichter verstecken"

Erst um 1.08 Uhr am Montag war das Duo mit zweistündiger Verspätung aufgrund der Wetterkapriolen in Deutschland aus München im FCN-Quartier in Belek eingetroffen. Keine neun Stunden später stand für Ottl (24) und Breno (20) eine abgespeckte Einheit auf dem Plan. Während Breno eher ruhig, aber aggressiv seinen Job erledigte („Ich verstehe etwas Deutsch, sprechen ist aber sehr schwer“), riss Ottl sofort lautstark das Kommando an sich und gesteht: „Bei Bayern konnte ich mich teils leichter hinter jemandem verstecken.“

„Ottl weiß, wie man eine Mannschaft führen muss. Das hat dem Club in der Vorrunde gefehlt“, hat Trainer Dieter Hecking per Videostudium analysiert. Über Breno, nur 15 Einsätze in zweieinhalb Jahren bei Bayern, sagt der 45-Jährige: „Er hat mit den Besten in Deutschland auf allerhöchsten Niveau trainiert. Das ist kein Nachteil. Spielpraxis ist für den Rhythmus zwar immer besser. Ich glaube aber, dass er bei uns schnell reinkommen wird.“

Hecking: "Kein Freifahrtsschein" für die Ex-Bayern

Ottl, der Stratege, und Breno, der unangenehme Beißer, werden trotz aller Vorschusslorbeeren „keinen Freifahrtschein erhalten“, sagt Hecking. Er weiß, dass die Neuzugänge in puncto Vorbereitung eine Woche Rückstand auf die seit 28. Dezember übenden Kollegen haben. Eine erste Kostprobe, wie sehr die Leih-Bayern dem Club helfen können, gibt es am heutigen Dienstag im Test gegen Zweitligist MSV Duisburg. Je 45 Minuten Einsatzzeit sind geplant.

Ottl, der im Sommer gesagt hatte, Nürnberg wäre nicht sein Anspruch, rechtfertigt sich so: „Mit Louis van Gaal hatten wir in München einen neuen Trainer. Da sucht doch jeder seine Chance.“

Klar – aber die hat er jetzt in der Noris. „Eine reizvolle Aufgabe“, versichert er nun geläutert. Und betont: „Ich werde mich nicht groß umstellen müssen. Auch hier geht es nur um Siege.“ Markus Löser

Mehr über den Club und was sonst noch so im Trainingslager in Belek los war, lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Dienstag, 5. Januar.

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