Neue Club-Räte: Erst feste feiern, dann kräftig schuften

Konstituierende Sitzung, Ausarbeitung der Geschäftsordnung bezüglich der Kompetenzen von Manager Bader und Finanzchef Woy sowie die Bildung von verschiedenen Ausschüssen
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Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schramm (l.) bei der Begrüßung seiner neuer Mitstreiter. Ob’s für Fritz Stahlmann, Hanns-Thomas Schamel und Ralf Peisl (v.l.) auch künftig Blumen gibt, wird sich erst weisen.
Wolfgang Zink Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schramm (l.) bei der Begrüßung seiner neuer Mitstreiter. Ob’s für Fritz Stahlmann, Hanns-Thomas Schamel und Ralf Peisl (v.l.) auch künftig Blumen gibt, wird sich erst weisen.

Konstituierende Sitzung, Ausarbeitung der Geschäftsordnung bezüglich der Kompetenzen von Manager Bader und Finanzchef Woy sowie die Bildung von verschiedenen Ausschüssen

NÜRNBERG Drei im Weggla sind ein Nürnberger Markenzeichen. Beim Club sollen es die drei Neuen im Aufsichtsrat werden: „Meerrettich-Baron“ Hanns-Thomas Schamel, Gastronom Fritz Stahlmann, der sich schon von Berufs wegen mit Senf gut auskennt – und für einige Würze im neunköpfigen Gremium wird sicher Rechtsanwalt Ralf Peisl, der „Mann der Basis“, sorgen.

Böse Klatsche für Schäfer & Co.

Das nun der Vergangenheit angehörenden Präsidium um Ex-Boss Franz Schäfer hatte sich am Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung mit ihren Favoriten bei den 810 anwesenden Mitgliedern eine böse Klatsche eingehandelt. Weder der emotionslos auftretende Ex-FCN-Torhüter Manni Müller, der sichtlich geknickte Ex-Vize Siegfried Schneider und der zu stromlinienförmig wirkende IHK-Vize Harald Leupold schafften es in den Rat.

Auf der anderen Seite feierten die Wahlsieger höchst unterschiedlich ihren Triumph. Peisl war ob seines Erdrutscherfolges (606 Stimmen) völlig baff und bedankte sich bei seinen rührigen Wahlhelfern der „AK Satzungsänderung“ und „IG Zukunft“: „Das war nicht mein Sieg, sondern einer der Fans.“ Was den 34-Jährigen nicht davon abhielt, den Abend „wie einen 5:0-Sieg bei den Bayern zu feiern“.

Während Unternehmer Schamel fast andächtig die Versammlung bis zum Ende um 0.20 Uhr verfolgte, hatte sich Stahlmann zeitweise mit seiner Entourage um Nachwuchs-Chef Dieter Nüssing, Amateur-Unikum Albert Üblacker und Zeugwart Günter „Chicco“ Vogt ins Foyer verzogen. Pech nur, dass in der Meistersingerhalle Pils und Weizen lediglich in 0,3-Liter-Bonsaigläser ausgeschenkt wird. Dafür sind die Wege zur Zapfstelle wenigstens kurz.

"Wer gewählt ist, der muss auch hin und wieder da sein"

Jetzt ist der Spaß vorbei. Auf das Trio wartet ein Berg von Arbeit. Schon heute in einer Woche bittet Aufsichtsrat-Chef Klaus Schramm zur ersten Sitzung. Themen: gegenseitiges Kennenlernen, Ausarbeiten der Geschäftsordnungen für den Rat und die beiden geschäftsführenden Vorstände Martin Bader (Sport) und Ralf Woy (Finanzen) und die Bildung von mindestens vier Ausschüssen. Bereiche: Sport, Finanzen, Fanbelange und Funktionsgebäude. Schramm deutlich: „Wer sich für das Amt aufstellen lässt und gewählt ist, der muss hin und wieder auch da sein.“

Am Mittwoch stieß nämlich vielen Mitgliedern erneut sauer auf, dass FCN-Rat und Bayerns Umweltminister Markus Söder zunächst etwas zu spät aus-, und dann viel zu früh wieder in seinen Dienstwagen mit Chauffeur stieg. Dem Terminstress können sich auch Oberbürgermeister Ulrich Maly und IHK-Präsident Klaus Wübbenhorst kaum entziehen. Vielleicht wären sie im FCN-Beirat besser aufgehoben. Abwarten.

Nächstes Jahr werden gleich sechs Aufsichtsräte gewählt

Denn während die drei Neueinsteiger bis 2013 gewählt sind, müssen sich die anderen sechs Räte (komplettiert durch Marc Oechler und Peter Schmitt) 2011 wieder zur Wahl stellen. Wobei das Verfahren, unabhängig weiterer Kandidaten, etwas kompliziert ist. In den Rat rücken die sechs Personen mit den meisten Stimmen ein. Für drei Jahre die auf den Plätzen eins bis drei, für zwei Jahre die auf den Rängen vier bis sechs. Hintergrund: 2012 gibt’s keine Wahlen, ab 2013, wenn Peisl, Schamel und Stahlmann wieder dran sind, werden jährlich nur noch drei neue/alte Räte gekürt. So soll vermieden werden, dass auf einen Schlag neun „Frischlinge“ ins kalte Wasser geworfen werden – und sich dort erst freischwimmen müssen. Markus Löser

Mehr über den Club und was sonst noch auf der Jahreshauptversammlung los war, lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Freitag, 8. Oktober.

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