„Mein Herz hängt an Nürnberg“ – aber bald spielt Ania in Leipzig

Auflösungs-Erscheinungen: Torfrau Jana Krause und die Kapitänin der Club-Handballerinas verlassen den FCN. Rösler erklärt, warum sie geht
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Wechselt im Sommer nach Leipzig: Club-Star Ania Rösler.
Wolfgang Zink Wechselt im Sommer nach Leipzig: Club-Star Ania Rösler.

Auflösungs-Erscheinungen: Torfrau Jana Krause und die Kapitänin der Club-Handballerinas verlassen den FCN. Rösler erklärt, warum sie geht

NÜRNBERG Der Winterschluss-Verkauf bei den FCN-Handballerinas hat begonnen.

Kapitänin Ania Rösler gab mit ihrem Wechsel nach Leipzig den Startschuss, Jana Krauses Unterschrift in Buxtehude folgte. Auch bei Sara Walzik, Kerstin Wohlbold und Franzi Beck dürfte das Telefon momentan nicht stillstehen. Schwere Zeiten für den gebeutelten und für die kommende Saison noch mit einem leeren Beutel ausstaffierten Club, dem zumindest Christina Rohde die Treue hält. „Ich bleibe beim FCN.“

Die AZ fragte bei Nationalspielerin Rösler nach, warum sie den Club verlässt, was sie sich von Leipzig erwartet und welche Ziele sie mit dem 1. FCN noch erreichen will.

AZ: Frau Rösler, ist die Tinte auf dem neuen Vertrag schon trocken?

ANIA RÖSLER: Ich habe gestern für zwei Jahre unterschrieben, freue mich riesig auf die neue Aufgabe in Leipzig. Gleichzeitig bin ich aber auch traurig, denn mein Herz hängt an Nürnberg. Ich hatte hier eine super Zeit.

Wie hat die Mannschaft auf Ihren Wechsel reagiert?

Die Mädels waren nicht geschockt, denn sie wussten, dass ich mit dem HCL verhandle. Ich habe mit offenen Karten gespielt.

Sie hatten sogar Angebote aus Dänemarks Elite-Liga. Was gab letztlich den Ausschlag für Leipzig?

Das Gesamtpaket. Leipzig hat ein überzeugendes Konzept, die Rahmenbedingungen sind klasse und außerdem habe ich ein tolles Job-Angebot vorliegen. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Dänemark war zwar ein Thema, aber ich habe andere Prioritäten. Nur Handball spielen reicht mir nicht, ich will ins Berufsleben einsteigen. Es schadet nicht, nebenher auch mit dem Kopf zu arbeiten.

Und in Sachen Gehalt hat der HCL sicher andere Möglichkeiten als der FCN.

Stimmt, aber das Geld spielt nur eine untergeordnete Rolle. Ich wollte zu einem Verein, bei dem ich mich weiterentwickeln kann. Da ist Leipzig die logische Konsequenz.

Haben die chronischen Geldsorgen des Club die Entscheidung leichter gemacht?

Das hat sicherlich eine Rolle gespielt. Es hat sich im vergangenen Jahr viel getan, trotzdem ist es eine sehr schwierige Situation. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es in Nürnberg weitergeht.

Am 18. April spielen Sie mit dem Club gegen Ihren zukünftigen Arbeitgeber.

Das bereitet mir keine Bauchschmerzen. Bis zum Saisonende gebe ich alles für meinen Club, ich will mit dieser tollen Mannschaft erfolgreich sein.

Und dann mit dem Meisterpokal im Gepäck nach Leipzig wechseln.

Das wäre mein größter Traum, das i-Tüpfelchen meiner tollen Zeit in Nürnberg. Und es sieht gut aus, wir sind wieder in der Spur. Die Hinrunde war ein Umgewöhnungs-Prozess, wir konnten unser Potenzial nicht immer abrufen. Jetzt können wir die Vorgaben von Trainer Csaba Szücs besser umsetzen.

Interview: Maja Kolonic

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