Krimi mit Happy End

Handball-Festival mit 17 Siebenmetern: Clubgirls besiegen Blomberg-Lippe knapp mit 33:32, weil Ania Rösler zwölf Mal traf und Torfrau Jana Krause „am Ende die Dinger hielt“. Siegtreffer erst Sekunden vor Abpfiff.
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Glücklich und außer Rand und Band: Ania Rösler und Club-Torfrau Jana Krause.
Wolfgang Zink Glücklich und außer Rand und Band: Ania Rösler und Club-Torfrau Jana Krause.

NÜRNBERG - Handball-Festival mit 17 Siebenmetern: Clubgirls besiegen Blomberg-Lippe knapp mit 33:32, weil Ania Rösler zwölf Mal traf und Torfrau Jana Krause „am Ende die Dinger hielt“. Siegtreffer erst Sekunden vor Abpfiff.

Der FCN-Express ist eine Achterbahn. Die Club-Handballerinnen siegten gegen Blomberg-Lippe in letzter Sekunde mit 33:32 (18:15). „Das hält mein Herz nicht aus“, ließ Ania Rösler nach der Partie strahlend verlauten. Die Chef-Handballerina zauberte vor den Augen von Bundestrainer Armin Emrich, der sie im August noch überraschend aus dem Olympia-Kader gestrichen hatte, eine Gala-Vorstellung aufs Parkett, versenkte nervenstark 15 Sekunden vor Schluss ihren achten Siebenmeter, steuerte insgesamt zwölf Tore zum umjubelten Endstand bei.

Dabei hätten es die Club Girls gar nicht so spannend machen müssen. Der Deutsche Meister legte in Person der quirligen Sara Walzik los wie die Feuerwehr, präsentierte sich in der Abwehr kampfstark, ließ vorne allerdings zu viele klare Chancen aus. So wurde aus einer komfortablen Dreitore-Führung wenige Minuten vor Ende sogar ein Rückstand.

Ein Nürnberger Ritt auf der "Wilden Maus"

„Das darf nicht passieren“, schüttelte Rösler den Kopf, nachdem sich ihr Herzschlag wieder beruhigt hatte. Das eine oder andere Pflaster war dann auch noch nötig, denn beide Mannschaften langten ordentlich zu. Insgesamt 17 Mal zeigten die Schiedsrichter auf den Punkt. „An ein Spiel mit so vielen Siebenmetern kann ich mich nicht erinnern“, grübelte Torhüterin Jana Krause, nachdem sie sich aus der Jubelpyramide befreien konnte. Die 21-Jährige erlebte ihren ganz persönlichen Ritt auf der „Wilden Maus“.

Jana ärgerte sich über „leichte“ Gegentore, haderte mit sich und dem Spielgerät, musste sogar auf die Bank – und hielt in den Schlussminuten mit klasse Paraden den Sieg fest. „Ich hatte keine Bindung zum Spiel“, gab sie freimütig zu, aber „Hauptsache, ich halte Dinger am Ende.“ Sie hielt, und ließ ihren Club damit in der Tabelle auf Rang acht klettern. M.K.

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