Hertha BSC jagt Club-Star Pinola

Berlins Manager Dieter Hoeneß fahndet nach Linksverteidigern und hat den Club-Star im Visier: Unter vier Millionen Euro geht gar nichts
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Quo vadis, Pino? Publikumsliebling Javier Pinola steht in Berlin ganz oben auf der Wunschliste.
Wolfgang Zink Quo vadis, Pino? Publikumsliebling Javier Pinola steht in Berlin ganz oben auf der Wunschliste.

Berlins Manager Dieter Hoeneß fahndet nach Linksverteidigern und hat den Club-Star im Visier: Unter vier Millionen Euro geht gar nichts

NÜRNBERG Die Personalie Javier Pinola sorgt weiter für Unruhe beim Club. Jetzt bläst, ganz offiziell, Hertha BSC Berlin zur Jagd auf den wieselflinken Publikumsliebling. Hertha-Manager Dieter Hoeneß hat bereits verraten: „Wir suchen einen linken Verteidiger“ – der möglichst schon in der Winterpause kommen soll.

„Bis Weihnachten gibt es vielleicht etwas Neues“

Nachdem der zu Saisonbeginn aus Rostock ablösefrei verpflichtete Marc Stein (23) bis dato weit hinter den Erwartungen zurück geblieben ist, hat die Hertha-Vorstandsetage viele Angebote geprüft und sich laut der Zeitung „BZ“ auf einen Favoriten geeinigt: unseren Pino. „Bis Weihnachten gibt es vielleicht etwas Neues“, sagt David Beck, der für die Beratungsagentur „BeJa Group“ arbeitet. Hinter dieser Firma stecken offensichtlich argentinische Spielermakler, die in Berlin eine Zweigstelle betreiben.

„Fakt ist“, hebt Club-Manager Martin Bader an, „dass ich sehr gute Beziehungen zur Hertha habe“ – aus seiner Lehrzeit bei Dieter Hoeneß. Allerdings merkt Bader an: „Ich sehe überhaupt keinen Grund, die Personalie Pinola zu diskutieren. Er hat nur einen Berater, nämlich Marcelo Carracedo. Der ist mein Ansprechpartner, sonst niemand.“

Pino wollte angeblich schon im Sommer weg

Bader hat natürlich „nicht vergessen“, dass die Hauptstädter neben Leverkusen, Dortmund, dem HSV und River Plate Buenos Aires bereits vor dieser Saison die Finger nach Pinola ausgestreckt und ihre Scheckbücher gezückt hatten. Doch selbst beim Leverkusener Gebot von fünf Millionen Euro Ablöse beharrte Bader auf seiner Position: „Unverkäuflich.“

Seitdem sind einige Monate und selten überzeugende Auftritte des Argentiniers vergangen. Zudem war in der argentinischen Postille „El Grafico“ in einem Pinola-Interview zu lesen, dass er im Sommer lieber die Flucht ergriffen hätte. Auszüge: „Das Geld, das Nürnberg wollte, war Schwachsinn. Meine Absicht war es damals, weg zu gehen, aber ich hatte nicht die Möglichkeit.“

„Solange weder ein Verein, ein Berater oder der Spieler auf mich zukommt, muss ich mir keine Gedanken machen“, erklärt Bader, der davon ausgeht: „Die Absprachen stehen fest.“ Demzufolge könnte Pino den Club im Sommer 2009 im Falle des Nichtaufstiegs für festgeschriebene drei Millionen Euro verlassen. „Eine zweite Saison Zweite Liga ist in Pinos Planungen nicht drin“, weiß auch Bader.

Im Umkehrschluss, sollten die Herthaner ihren Favoriten schon jetzt loseisen, bräuchten sie unter vier Millionen gar nicht erst das Bieten anfangen. „Seriöse Angebote“ liegen Bader dagegen „für keinen unserer Spieler vor.“

Weitere Kandidaten auf der Streichliste

Also auch nicht für die unzufriedenen oder unzuverlässigen Mario Breska, Angelos Charisteas (englische Vereine sollen wieder Kontakt geknüpft haben), Marco Engelhardt (angeblich in Karlsruhe auf der Liste), Ioannis Masmanidis, Jaouhar Mnari (Xanthi) und Aleksandar Mitreski.

Was nicht ist, wird noch werden. Das Transferkarussell wird spätestens nach Ende der Vorrunde anlaufen, wenn alle Vereine ihre Planungen auf den Tisch legen müssen. Nicht nur die Pinola-Jäger aus Berlin, auch der Club. Für Manager, Berater und einige Legionäre wird es ein Winter ohne Pause. Markus Löser

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