Hecking: Mit Eichhörnchen-Methode nichts am Hut

Unterschiedliche Meinungen zum 0:0 in Bochum. Dem Club-Trainer war es für einen Befreiungsschlag zu wenig: „Die letzte Geilheit vor dem Tor fehlt“
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Zwei Trainer, zwei Meinungen: Bochums Heiko Herrlich freute sich über den Punkt, Club-Coach Dieter Hecking (r.) waren es zwei zu wenig.
firo/Augenklick Zwei Trainer, zwei Meinungen: Bochums Heiko Herrlich freute sich über den Punkt, Club-Coach Dieter Hecking (r.) waren es zwei zu wenig.

Unterschiedliche Meinungen zum 0:0 in Bochum. Dem Club-Trainer war es für einen Befreiungsschlag zu wenig: „Die letzte Geilheit vor dem Tor fehlt“

BOCHUM Einen Punkt gewonnen oder doch eher zwei verschenkt? Dieses 0:0 von Bochum sorgt in vielerlei Hinsicht für teils erhebliche Widersprüche im Lager der abstiegsbedrohten Cluberer.

„Ganz klar, einen gewonnen“, meint Kapitän Andreas Wolf. „Auswärts einer, zuhause möglichst immer drei, dann kommen wir da unten auch raus. Bochum war zumindest ein kleiner Schritt“, ergänzt Manager Martin Bader. Und sieht sich dem ersten Einspruch von Dieter Hecking gegenüber. „Natürlich kann ich mit einem Punkt leben“, räumt der Trainer ein. Aber: „Für einen Befreiungsschlag ist der zu wenig. Optisch sieht alles ja ganz nett und hübsch aus. Uns fehlt jedoch die letzte Geilheit vor dem Tor.“

Sechs ordentliche Chancen, kein Treffer

Sechs ordentliche bis gute Chancen hatten Albert Bunjaku (4) und Eric Maxim Choupo-Moting. Jubel? Fehlanzeige. Wie auch auf der Gegenseite. Der VfL war nur nach Standards gefährlich. Christoph Dabrowski scheiterte kurz vor der Pause mit zwei Kopfbällen an Raphael Schäfer und dem auf der Linie klärenden Ilkay Gündogan. Javier Pinola entschärfte den Nachschuss von Stanislav Sestak. Der VfL–Slowake fand später nach einem Freistoß in Schäfer seinen Meister.

"Scheiß Eichhörnchen-Mentalität"

„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, erklärte Bochums Trainer Heiko Herrlich sein Erfolgsrezept, wie sich seine Remis-Könige Abstand im Tabellenkeller verschafft haben. Darauf pfeift Hecking: „Scheiß Eichhörnchen-Mentalität. So souverän wir mittlerweile gegen den Ball arbeiten, so müssen wir auch nach vorne auftreten. Es liegt nicht an der Qualität. Die ist vorhanden. Es liegt am Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Klar lastet auf den jungen Spielern wie Gündogan und Frantz viel Verantwortung. Aber alle müssen jetzt im Schnelldurchlauf viel dazulernen für unser gemeinsames Ziel.“

Platzverweis Bunjaku, "eine vertretbare Entscheidung"

So weit, so schlecht – was den Platzverweis von Bunjaku betrifft. Erst ein saublödes Handspiel im Niemandsland (38.), drei Minuten vor Ende Gelb-Rot nach Ballwegschlagen. „Mit etwas Fingerspitzengefühl muss man nicht so entscheiden“, sagt Schäfer in Richtung Schiri Peter Gagelmann. Einspruch. Klar, von Hecking: „Eine absolut vertretbare Entscheidung.“

Und letztlich war der Punkt doch wertvoll, bedeutete das Vorrücken auf Relegationsplatz 16 nach Hannovers Heimpleite gegen Wolfsburg. Markus Löser

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