Hecking bleibt Optimist: „Der Patient lebt noch“

Trotz des Rückschlags im Klassenkampf in Freiburg: Club-Coach will von „Aktionismus“ nichts wissen. Keeper Schäfer: Trainer hat richtige Worte gefunden. Maroh weiß: Wir haben jetzt noch drei Endspiele.
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Zwei, die ganz bestimmt wissen, worum es jetzt geht: Club-Trainer Dieter Hecking (rechts) hat laut Keeper Raphael Schäfer „in seiner Ansprache die richtigen Worte gefunden.“
Wolfgang Zink Zwei, die ganz bestimmt wissen, worum es jetzt geht: Club-Trainer Dieter Hecking (rechts) hat laut Keeper Raphael Schäfer „in seiner Ansprache die richtigen Worte gefunden.“

Trotz des Rückschlags im Klassenkampf in Freiburg: Club-Coach will von „Aktionismus“ nichts wissen. Keeper Schäfer: Trainer hat richtige Worte gefunden. Maroh weiß: Wir haben jetzt noch drei Endspiele.

NÜRNBERG Auf der Zielgeraden wird es jetzt nochmal eng. Aus der „besten Ausgangsposition“, wie sie die FCN-Profis vor der Partie in Freiburg unisono beschworen hatten, ist nach der unerklärlich schwachen Vorstellung bei der 1:2-Pleite maximal eine passable geworden. Vorbei ist die Zeit, in der das Team einen Vorsprung verwalten und taktieren konnte. „Wir haben jetzt drei Endspiele“, sagt selbst der sonst so druckresistente Dominic Maroh.

"Unser schlechtestes Spiel der Rückrunde"

FCN-Trainer Dieter Hecking hatte zwar stets davor gewarnt, dass seine Mannschaft auch einmal ein schlechtes Spiel über die volle Distanz abliefern werde. Nur war eben der Zeitpunkt für den kollektiven Blackout, gelinde gesagt, sehr ungünstig. „Wenn mal zwei Spieler durchhängen, kann man das kompensieren. Bei acht bis neun aber nicht mehr“, lautet Marohs selbstkritische Analyse.

Der eingeschworene Verbund, der die FCN-Elf in den Spielen zuvor ausgezeichnet hatte, war ausgerechnet im Breisgau in „Einzelbaustellen“ (Hecking) zerfallen. Für den Trainer mindestens so irritierend wie für seinen Defensiv-Strategen Andreas Ottl, der den K.o. beim SC völlig korrekt als „unser schlechtestes Spiel in der Rückrunde“ einordnet. Ottl: „Wir müssen die Niederlage jetzt möglichst schnell aus unseren Köpfen rauskriegen.“

Am Samstag starten die Wochen der Entscheidung

Vor den Wochen der Entscheidung, die am Samstag (15.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die noch um die Champions-League-Qualifikation kämpfenden Dortmunder starten, muss Hecking noch viel Aufbauarbeit leisten. Motto: Alles zurück auf Null!

„Wenn wir wieder als eine Elf auftreten, also als kompakte Mannschaft, in der jeder für den Anderen arbeitet, haben wir auch gegen Borussia eine Chance“, fordert Keeper Raphael Schäfer eine kollektive Besinnung auf die Grundtugenden. Keine schlechte Idee angesichts des sich nun zuspitzenden Dreikampfs mit Bochum und Freiburg, beide wie der Club mit 28 Punkten bestückt, um einen der Nichtabstiegsplätze 14 und 15.

"Jeder weiß jetzt, worum es geht"

Ein kurzfristiges Trainingslager schließt Hecking dennoch aus: „Aktionismus hat schon immer geschadet.“ Es muss auch so gehen. „Der Trainer hat am Sonntag in seiner Ansprache die richtigen Worte gefunden und uns auch mit dem Training danach in die richtige Richtung gelenkt“, erklärt Schäfer. Zumal der Fahrplan für den Endspurt längst steht: „Bei drei ausstehenden Spielen haben wir noch zwei Heimpartien, die wir positiv gestalten müssen. Wenn wir an unsere Leistung wie gegen Leverkusen und Bayern anknüpfen, dann werden wir die nötigen Punkte holen, davon bin ich überzeugt.“ Mehr noch: „Ich glaube, dass jeder weiß, worum es jetzt geht.“

Die Operation Klassenverbleib wird zum Herzschlag-Finale. Hecking versichert optimistisch: „Der Patient lebt noch!“ Aber: Er hängt am Tropf. K. Kaufmann, M. Löser

Mehr über den Club und aus der ruhmreichen FCN-Vergangenheit lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Dienstag, 20. April.

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