Gündogan: Erst Party, dann Abi

Zudem soll der Klassenverbleib mit dem Club klar gemacht werden. Für Hecking „unglaublich“, was Ilkay leistet. Aber Vorsicht, auch Wolfsburg will ihn
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Musterschüler: Club-Trainer Dieter Hecking weiß, was er an Ilkay Gündogan hat. Die Gegner fürchten ihn.
dpa Musterschüler: Club-Trainer Dieter Hecking weiß, was er an Ilkay Gündogan hat. Die Gegner fürchten ihn.

Zudem soll der Klassenverbleib mit dem Club klar gemacht werden. Für Hecking „unglaublich“, was Ilkay leistet. Aber Vorsicht, auch Wolfsburg will ihn

NÜRNBERG Jetzt hat Ilkay Gündogan doch abgehoben. Allerdings nicht im sprichwörtlichen Sinn, sondern in Richtung Türkei. Dort verbringt der junge FCN-Regisseur zusammen mit seinem Kumpel und Teamkollegen Mehmet Ekici, dem Kölner Taner Yalcin und Leverkusens Burak Kaplan seit gestern die Weihnachtsferien. Ein echter Männerurlaub in der Bosporus-Metropole Istanbul, und den hat sich von der deutsch-türkischen Reisegesellschaft wohl keiner so verdient wie die Club-Perle.

"Ilkay ist unglaublich cool"

In dieser Saison ist Gündogan nicht nur wegen seiner bislang vier Tore und drei Vorlagen zum absoluten Chef im FCN-Mittelfeld aufgestiegen. Damit nicht genug der Verantwortung für den 20-Jährigen, „Illy“ baut zudem an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule sein Abitur. Sein Berater Thies Bliemeister, der Gündogan schon seit Jahren kennt, lobt: „Ilkay ist unglaublich cool.“

Erst Party, dann Abitur – und zwischendurch der möglichst frühe Klassenverbleib mit dem Club, auch für seinen Trainer Dieter Hecking ist Gündogan phänomenal. „Wie der Junge das macht, ist schon unglaublich. Am Freitagabend vor dem Spiel gegen Hannover saß er noch über seiner Facharbeit.“ Denn bis Dienstag sollte das im Fach Sport verfasste Werk mit dem Titel „Die Rückrundenvorbereitung des 1. FC Nürnberg in der Saison 2009/2010“ fertig sein. „Eigentlich war erst am Donnerstag Abgabe, aber ich wollte ja schon am Mittwoch in Urlaub fliegen“, erklärt Gündogan seine Überstunden.

Im Winter will sich Gündogan entscheiden

Der Ausflug soll dazu dienen, um endlich mal den Kopf frei zu bekommen. Denn noch in der Winterpause will sich Gündogan entscheiden, ob er beim Club frühzeitig über 2012 hinaus verlängert, oder doch eines der hoch dotierten Angebote aus Hoffenheim, Leverkusen, Hamburg (HSV) oder – wie die AZ jetzt erfuhr – Wolfsburg annimmt.

Trotz der hochkarätigen Konkurrenz geht Club-Manager Martin Bader aber davon aus, dass Illy bleibt. Und kündigt deshalb schon mal an: „Wenn es soweit ist, und wir haben ein Heimspiel, dann drücken wir ihm auch ein Mikrofon in die Hand.“ Wie kürzlich die Bayern bei der Vertragsverlängerung von Bastian Schweinsteiger bis 2016. Ob’s bei Gündogan dann auch ein ähnlich langfristiger Kontrakt wird? Krischan Kaufmann

Mehr über den Club und Per Nilssons dicke Backen lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Donnerstag, 23. Dezember.

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