FCN: Keine Angst vor Ballack & Co.

Club-Edeltechniker Mehmet Ekici ist froh, dass es wieder gegen „eine große Mannschaft geht“. Denn: Bayer Leverkusen „will selbst offensiv spielen. Dadurch haben wir mehr Räume“
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"Dürfen nicht ängstlich auftreten": Mehmet Ekici freut sich auf das Duell mit Bayer.
Wolfgang Zink "Dürfen nicht ängstlich auftreten": Mehmet Ekici freut sich auf das Duell mit Bayer.

Club-Edeltechniker Mehmet Ekici ist froh, dass es wieder gegen „eine große Mannschaft geht“. Denn: Bayer Leverkusen „will selbst offensiv spielen. Dadurch haben wir mehr Räume“

NÜRNBERG Das, was Club-Kapitän Andreas Wolf am kommenden Wochenende blüht, hat Mehmet Ekici bereits beim 2:0-Sieg gegen den Hamburger SV hinter sich gebracht. „Du hockst auf der Tribüne, fieberst bis zum Schluss mit“, blickt der 20-jährige Edeltechniker auf seine Gelbsperre gegen die Hanseaten zurück und ist gegen Leverkusen wieder dort zu finden, wo er sich am wohlsten fühlt: „Es ist viel einfacher, wenn man selbst auf dem Platz steht.“

Nur Daumendrücken, nur tatenlos ein Spiel beobachten und nicht eingreifen zu können, eben nur das fünfte Rad am Wagen zu sein – das gefällt Ekici gar nicht. „Egal, gegen wen wir spielen: Ich bin immer 100-prozentig motiviert“, erklärt die Leihgabe von Bayern München. Deshalb ist es für ihn auch „kein besonderes Spiel gegen Leverkusen“, eher eine besondere Herausforderung, sich im Mittelfeld mit Bayers Ausnahmekönnern zu messen.

Eekici: "Dürfen nicht ängstlich auftreten"

Simon Rolfes, Michael Ballack, Gonzalo Castro, Arturo Vidal und Renato Augusto gehören mit zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Dass sein eigener Auftritt wohl von Rückkehrer Ballack – nach Syndesmoseriss und Fraktur im Schienbeinköpfchen letzten Freitag beim 2:0 über Hannover erstmals wieder 90 Minuten dabei – empfindlich gestört werden könnte, ruft bei „Memo“ kein Fracksausen hervor. „Es ist nur eine von vielen Möglichkeiten, sich gegenseitig zu beharken“, weiß Ekici. „Wir müssen selbst die Initiative ergreifen, dürfen keinesfalls ängstlich auftreten.“ Zusatz: „Ich kenne Ballack nicht persönlich“. Aber der soll ihn kennenlernen.

In die Karten spielt Ekici, dass es wieder gegen eine „große Mannschaft geht“, eine aus dem oberen Tabellendrittel. Hannover und der HSV bekamen es zuletzt schmerzlich zu spüren, dass es dem Club leichter fällt „gegen Vereine, die sich nicht nur hinten reinstellen, sondern selbst offensiv spielen wollen, wir dadurch mehr Räume haben“, hofft Mehmet auf möglichst viele Freiheiten auch gegen den Tabellen-Zweiten.

Gut möglich allerdings, dass Memo in der kommenden Saison häufiger als ihm lieb ist auf der Tribüne sitzen wird. Wenn er nach seinem Lehrjahr wieder nach München zurückbeordert wird. „Zu Bayern habe ich momentan keinen richtigen Kontakt“, sagt Ekici. „Ich höre nur über zwei, drei Ecken, dass sie mit meiner Leistung hier zufrieden sind.“ Aber was will ein Louis van Gaal mit einem Offensivkünstler, über den der Bayern-Trainer gesagt hat, im defensiven Mittelfeld wäre er besser aufgehoben? Ihn in der zweiten oder dritten Garde versauern lassen? Da ist so eine läppische Gelbsperre im Club-Trikot garantiert das kleinere Übel auf der Karriereleiter. Markus Löser

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