FCN-Kapitän Andreas Wolf: Meniskusriss!

Operation komplizierter als angenommen: Knorpel nicht zu nähen. Nürnberger Abwehrchef fällt laut Team-Doc Matthias Brem auf unbestimmte Zeit aus. Jetzt muss Stefan Reinartz in der Innenverteidung ran
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Sekunden nach dem verhängnisvollen Sturz: ClubTorhüter Raphael Schäfer beugt sich besorgt über den sich am Boden krümmenden Andreas Wolf.
Wolfgang Zink Sekunden nach dem verhängnisvollen Sturz: ClubTorhüter Raphael Schäfer beugt sich besorgt über den sich am Boden krümmenden Andreas Wolf.

Operation komplizierter als angenommen: Knorpel nicht zu nähen. Nürnberger Abwehrchef fällt laut Team-Doc Matthias Brem auf unbestimmte Zeit aus. Jetzt muss Stefan Reinartz in der Innenverteidung ran

AUGSBURG/NÜRNBERG Mit der Diagnose lag FCN-Teamdoc Matthias Brem bereits am Freitag richtig, gestern wurde das malade rechte Knie von Kapitän Andreas Wolf in der Augsburger Hessingpark-Clinic operiert. Wobei der Meniskusriss schwerer ausfiel als befürchtet. Der scheibenförmige Knorpel war während des 45-minütigen Eingriffs durch Ulrich Boenisch nicht zu nähen, musste teilentfernt werden.

Brem: "Nachuntersuchung in drei Wochen, dann sehen wir weiter"

Nach Wolfs Ausfall auf unbestimmte Zeit (Brem: „In drei Wochen erfolgt eine Nachuntersuchung, dann sehen wir weiter“) gibt es für Trainer Michael Oenning zwei Varianten, um auf die Verletzung seines beinahe unverzichtbaren Kapitäns zu reagieren. Option eins: Javier Pinola rückt in die Innenverteidigung neben Dominic Maroh, Pascal Bieler besetzt dafür das linke Glied der Viererkette. Option zwei, die nur bedingt an das 2:6-Debakel in Aachen am 15. Februar erinnert: Pinola, damals gelb-gesperrt und von Bieler vertreten, behält seinen Stamm-Platz, für Wolf gibt Stefan Reinartz den zweiten Decker. Dessen Sechser-Position im defensiven Mittelfeld würde „Mister Zuverlässig“, der Tunesier Jaouhar Mnari, übernehmen.

Inwieweit das Werbebanner von Hauptsponsor Areva eine Mitschuld an Wolfs Verletzung trägt, ist kaum zu klären. Nach einem vermeintlich harmlosen Zweikampf mit dem Koblenzer Njazi Kuqi war der Club-Kapitän im Toraus vom so genannten Cam Carpet (wörtlich: „Kamera-Teppich“, der vornehmlich auf Fernsehbildern einen dreidimensionalen Effekt erzeugt) unsanft gestoppt worden, verdrehte sich dabei das Knie.

Müssen kommerzielle Botschaften tatsächlich so nahe am Spielfeld sein? Die DFL hat klare Richtlinien, die auch beim Club eingehalten werden. Manager Martin Bader stellt die nicht zu beantwortende Gegenfrage: „Wäre Wolfi auf Rasen nicht hängen geblieben? Ich wehre mich dagegen, dass eine Plane eine Gefahr darstellt.“ Durch Cam Carpets verursachte Verletzungen sind, anders als bei klassischen Werbebanden, bis dato nicht bekannt. Markus Löser

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