Erstklassige Derbys mit Fürth – das wär’s!

Rück- und Ausblicke der Vereinssprecher mit vielen Gemeinsamkeiten von Club und Fürth
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Beide 42 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder: Martin Haltermann (li.) und Christian Bald verbindet nicht nur die Liebe zum Fußball.
Matthias Hertlein Beide 42 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder: Martin Haltermann (li.) und Christian Bald verbindet nicht nur die Liebe zum Fußball.

Rück- und Ausblicke der Vereinssprecher mit vielen Gemeinsamkeiten von Club und Fürth

NÜRNBERG/FÜRTH Auch für sie war es eine strapaziöse, ereignisreiche und arbeitsintensive Saison. Beide sind 42 Jahre alt, verheiratet und mit je zwei Kindern gesegnet. Die Rede ist von den Vereinssprechern Martin Haltermann (seit 2001 beim Club) und Christian Bald (seit 2006 beim Kleeblatt). Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide mussten im Dezember 2009 Trainerentlassungen verkünden. Michael Oenning in Nürnberg, Benno Möhlmann in Fürth. Beide ziehen Bilanz, blicken nach vorne und über die Stadtgrenze.

"Der Neuanfang mit Mike Büskens ist gelungen"

AZ: Sind Sie mit dem Saisonverlauf zufrieden?

CHRISTIAN BALD: Nein, die Saison hat sicherlich nicht den Ansprüchen, die die Spielvereinigung hat, entsprochen. Wir sind gut gestartet, mit dem 1:0-Pokalsieg im Achtelfinale gegen den VfB Stuttgart hatten wir ein Highlight erlebt, dann ist aber der Faden gerissen und wir sind in Tabellenregionen geschlittert, wo wir von unserem Selbstverständnis her gar nicht hingehören. Nach dem KSC-Spiel (0:2) spürte ich, dass Benno Möhlmanns dritte Amtszeit in Fürth zu Ende geht. Der Neuanfang ist mit Mike Büskens gelungen.

MARTIN HALTERMANN: Wir wollten die Klasse erhalten, wir haben es geschafft. Was mir imponiert hat, war die Ruhe, die der Verein von innen behalten hat, bei aller Aufregung von außen. Dass es in der Relegation gegen Augsburg so souverän und undramatisch funktioniert hatte, ist umso schöner.

AZ: Was war für Sie das persönlich schönste Erlebnis der abgelaufenen Saison?

BALD: Das Highlight war das Pokal-Viertelfinale bei den Bayern, vor allem unsere ersten 45 Minuten. Wäre der Schiedsrichter nicht auf die Idee gekommen, beim Stand von 2:1 für uns einen Elfmeter für Bayern zu pfeifen, hätten wir den wahrscheinlichen Champions-League-Sieger weiter am Rand einer Niederlage gehabt.

HALTERMANN: Ganz klar, die zweite Halbzeit in der Relegation zuhause gegen Augsburg, mit einer Mannschaft, die den Gegner in Grund und Boden gerannt hatte. Die Atmosphäre hat mich an das Uefa-Cup-Spiel 2007/2008 gegen Benfica Lissabon erinnert. Sehr bitter war die Trennung von Trainer Oenning. Es hat mit ihm Spaß gemacht, genauso wie jetzt auch mit Dieter Hecking, ein Vollprofi.

"Klassenerhalt, aber ohne Langeweile"

AZ: Was wünscht man seinem Verein in der kommenden Saison?

Bald: „Dass wir von Anfang an eine erfolgreiche Saison spielen. Die SpVgg muss wieder im vorderen Tabellendrittel dabei sein.

HALTERMANN: Wir wünschen uns, dass wir den Klassenerhalt geruhsamer schaffen, aber ohne Langeweile.

AZ: Was ist am Nachbarverein zuletzt positiv aufgefallen?

Bald: Naja, ich habe die Saison und die Relegation mit professionellem Interesse verfolgt. Dort hat sich nach zwei Spielen die bessere Mannschaft durchgesetzt. Martin ist zu wünschen, dass er nicht erst nach dem letzten Saisonspiel weiß, in welcher Liga er nächstes Jahr arbeitet.

HALTERMANN: Dem Christian wünsche ich über kurz oder lang, dass er erstklassig arbeiten darf, was die Liga angeht. erstklassige Derbys mit Fürth würden für uns die Bundesliga noch ein Stück schöner machen.“Matthias Hertlein

Mehr über die SpVgg Greuther Fürth lesen Sie in der Wochenend-Ausgabe Ihrer Abendzeitung.

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