Ekici macht Hoffnung

„Ich kann mir gut vorstellen, beim Club zu bleiben”, sagt die Bayern-Leihgabe vor dem Spiel gegen seinen Heimatverein. Konkret verhandelt wird erst nach dem bayerischen Gipfel
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Ernster Blick in eine (noch) ungewisse Zukunft: Bayern-Leihgabe Mehmet Ekici kann sich vorstellen, länger beim Club zu bleiben.
sampics/Augenklick Ernster Blick in eine (noch) ungewisse Zukunft: Bayern-Leihgabe Mehmet Ekici kann sich vorstellen, länger beim Club zu bleiben.

NÜRNBERG Die 182. Auflage des fränkisch-bayerischen Gipfeltreffens am Samstag zwischen dem „ruhmreichen” 1.FC Nürnberg und dem in dieser Saison definitiv titellosen FC Bayern ist zukunftsweisend. Für einen Cluberer ganz besonders: Mehmet Ekici. Das 21-jährige Mittelfeldtalent, von den Münchnern bis Saisonende an den Valznerweiher ausgeliehen, weiß noch nicht, welches Trikot er ab Juli tragen darf.

"Ich kann mir gut vorstellen, hier zu bleiben"

Geht es nach Ekici, dann schlägt derzeit das Pendel zugunsten seines aktuellen Arbeitgebers aus: „Mir gefällt es in Nürnberg. Das Umfeld, die Stadt, die Kollegen – und zu meiner Familie in München ist es auch nicht weit. Ich kann mir gut vorstellen, hier zu bleiben.”
Das ist Sportdirektor Martin Bader und Trainer Dieter Hecking schon seit Monaten ein großes Anliegen. Bader hat dies mit Bayern-Manager Christian Nerlinger „bereits mehrfach kommuniziert”. Der Haken an einer möglichen Verlängerung des Ausleihgeschäfts: Ekici müsste seinen Vertrag an der Isar (bis 30. Juni 2012) erst verlängern, damit sich auch der Rekordmeister auf der sicheren Seite wähnen darf. „Nächste Woche”, verrät Ekici, „werden sich alle Beteiligten zusammensetzen und dann entscheiden, was gut ist.” Für ihn, den Club und die Bayern.
Dass nach dem bevorstehenden Trainerwechsel in München, Leverkusens deutlich pflegeleichterer Jupp Heynckes löst den widerspenstigen und erfolglosen Louis van Gaal ab, sich die eigene Situation völlig verändert hat, glaubt Mehmet nicht. „Es gab noch keinen Kontakt mit Herrn Heynckes”, sagt er artig. Aber im Hinterkopf, ohne es zugeben zu wollen, hatte „Memo” schon ein Problem mit van Gaals Prognose zu seiner Entwicklung. Der Holländer sah Ekici auf der Sechser-Position im defensiven Mittelfeld besser aufgehoben, denn als kreative Kraft. Doch gerade seine offensiven Qualitäten unterstrich Mehmet beim Club bislang meist eindrucksvoll. Drei Tore und acht Vorlagen gehen auf sein Konto.

"Ich will gegen die Bayern für den Club mein Bestes geben"

Während die Münchner am Samstag versuchen werden, auf Biegen und Brechen Platz drei, also zumindest die Qualifikation zur Champions League, noch irgendwie zu retten, darf beim Club weiter vom Erreichen der Europa League geträumt werden. Für Ekici ist das „noch weit weg”. Ohnehin will er alles ausblenden, was ihn am Samstag stören könnte. Die Zeit bei den Bayern von der F-Jugend bis zu den Profis, die mittlerweile schon fast lästigen Fragen nach seiner Zukunft. „Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, mein Herz gehört nicht den Bayern. Natürlich ist es ein mulmiges Gefühl, aber ich gehöre momentan zum Club und will für diesen Verein mein Bestes geben.”
Wie „seine” Bayern zu knacken sind, das weiß Ekici: „Egal gegen wen, die sind aufgrund ihrer individuellen Klasse immer Favorit. Wir müssen aggressiv sein, jeden Zweikampf annehmen.” In dieser zukunftsweisenden Partie für „Memo” und für den sportlich derzeit sorgenfreien Club.

Markus Löser

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