Ekici: Bayern entscheiden erst im Mai!

Der Dribbelkünstler derzeit keinen direkten Kontakt zu den Münchner Bossen.
| Markus Löser
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Mehmet Ekici sorgt für die überraschenden Momente im Club-Spiel. Leider „gehört“ er dem FC Bayern, aber über die Rückkehr ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Wolfgang Zink Mehmet Ekici sorgt für die überraschenden Momente im Club-Spiel. Leider „gehört“ er dem FC Bayern, aber über die Rückkehr ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

NÜRNBERG Im Club-Trikot kennt Mehmet Ekici keine Furcht. Der Edeltechniker wagt riskante Dribblings oder Pässe, setzt bei seiner Spezialität, wuchtigen Freistößen und scharf geschnittenen Ecken, auf volles Risiko. Doch anders als andere in seinem Alter, riskiert der 20-Jährige keine dicke Lippe, wenn es um den Blick in die Zukunft geht. Was auch am oft zitierten „Bayern-Gen” liegt, das der Leihgabe bereits in der F-Jugend eingetrichtert worden ist.

 

"Die Tabelle sieht gut aus"


Merkmale: größtmögliche Bescheidenheit nach außen, intern alles für den Erfolg geben. „Dort”, sagt Ekici über seinen Stammverein, „zählen nur Siege, nichts anderes.” Dass er mit dem Club derzeit auf einer Erfolgswelle reitet, entlockt dem eher nüchtern analysierenden Deutsch-Türken ein Schmunzeln: „Die Tabelle sieht gut aus. In dieser Saison gibt es ja einige Überraschungsmannschaften.”
Noch rangieren Hannover, Mainz und Freiburg auf den Plätzen vier bis sechs. Der Club liegt als Achter mit zwei bis sechs Punkten Rückstand auf der Lauer. „Mit uns hat keiner gerechnet. Es wurde ja eher spekuliert, dass wir wieder hinten rumeiern würden”, sagt Ekici. Und es wirkt fast wie eine Drohung, dass er dabei den rechten Zeigefinger nach oben streckt. Ein weiteres Zeichen von schier grenzenlosem Selbstbewusstsein?

„Natürlich gibt es im Fußball immer viele Ziele”, sagt er. Seines, und das hat er wie die Kollegen von Trainer Dieter Hecking eingetrichtert bekommen, „ist noch möglichst Punkte zu holen”. Von der Euphorie der Fans, die nicht erst seit dem 3:0 gegen Frankfurt sangesfreudig vom „Europapokal” träumen, lässt sich Ekici jedenfalls nicht anstecken: „Warten wir einfach das Saisonende ab, was dann für uns herauskommt.”

 

Tür für Verpflichtung "steht einen Spalt weit offen"


Ebenfalls erst im Mai wird sich entscheiden, wohin Mehmets Weg führen wird. Zurück zu den Bayern, wie vertraglich vereinbart, sieht Manager Club-Manager Martin Bader das letzte Wort noch nicht endgültig gesprochen. Der 43-jährige „Vorstand Sport” hat wiederholt erklärt, dass die Tür für eine Weiterverpflichtung „einen Spalt weit offen steht”.

Vorausgesetzt, „Memo” hat weiter Bock auf den Club: „Ich höre nur über zwei, drei Ecken, dass die Bayern mit meinen Leistungen in Nürnberg zufrieden sind. Direkten Kontakt gab es bislang nicht”, hält er sich bedeckt. Und auch Bayern-Manager Christian Nerlinger hat mehrfach betont, dass Personalien wie die von Ekici, erst nach den Wochen der Wahrheit (Liga, DFB-Pokal, Champions League) abgearbeitet werden. Bis dahin hat Mehmet noch viel vor mit dem Club: „Jetzt gilt es am Samstag erstmal die Rechnung mit Schalke nach unserem Pokal-Aus zu begleichen.”

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