»Ein gutes Pflaster, um zu lernen«

Die Überraschung blieb aus, nach großer kämpferischer Leistung unterlagen die Club-Handballerinas im Champions League-Spiel daheim vor knapp 2000 Zuschauern gegen den russischen Vizemeister HC Lada Togliatti mit 31:39 (20:22) und verpassten den Einzug ins Halbfinale.
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Togliattis Ludmilla Postnova trifft gegen Club-Torfrau Marianna Gubova.
Wolfgang Zink Togliattis Ludmilla Postnova trifft gegen Club-Torfrau Marianna Gubova.

NÜRNBERG - Die Überraschung blieb aus, nach großer kämpferischer Leistung unterlagen die Club-Handballerinas im Champions League-Spiel daheim vor knapp 2000 Zuschauern gegen den russischen Vizemeister HC Lada Togliatti mit 31:39 (20:22) und verpassten den Einzug ins Halbfinale.

Vor Anpfiff der Partie stimmten die Handballerinnen mit einem Transparent („Wir brauchen euch“) die Fans entsprechend ein und Sponsor Sparda Bank ließ mit einem Scheck über 30000 Euro den Rubel rollen.

Trainer Herbert Müller nach dem Abpfiff zwischen Enttäuschung und Stolz: „Unsere junge Mannschaft gehört zu den acht besten Teams in Europa, das kann uns keiner nehmen. Das ist mehr, als jemals eine deutsche Frauen-Mannschaft erreicht hat.“

In der Tat. Und über 70 Treffer in einem so brisanten Spiel kann man auch nicht meckern, die pure Handball-Demonstration. Die Russinnen begannen mit einem Blitzstart (2:0), die Club-Girls kamen auf 4:4 heran und gingen nach neun Minuten durch Franzi Beck (insgesamt fünf Tore) sogar in Führung. Bis zur Pause (20:22 aus Club-Sicht) konnte sich keines der Teams absetzen.

Der Schlüssel zum Sieg

Nach der Halbzeit zogen die Gäste blitzschnell auf 27:22 davon, der Schlüssel zum Sieg. Den Schlusspunkt der Torflut in der Halle am Berliner Platz setzte die überragende russische Torhüterin Maria Sidorova mit ihrem Wurf zum 39:31-Endstand. Liudmila Postnova und Ekaterina Davydenko (je acht) waren für Togliatti am erfolgreichsten, beim Club waren es neben Beck Ania Rösler (7/3) sowie Kerstin Wohlbold (6).

Abwehrschwächen, unnötige Ballverluste und das Abschlusspech bei diversen Pfostentreffern führten letztendlich zur zweiten Niederlage in der Champions League, aus der Coach Müller aber einen besonderen Nutzen zieht: „Diese Spiele gegen die Besten der Besten wollen wir einfach nur genießen. Für uns ist die Champions League natürlich auch ein gutes Pflaster, um zu lernen.“

Nächster internationaler Anschauungs-Unterricht ist am kommenden Samstag (16.05 Uhr) an gleicher Stätte gegen den ungarischen Vertreter Györi. Lange können die Club-Damen der Niederlage gegen die Russinnen nicht nachtrauern, am Mittwoch (19.30 Uhr) bereits steht das Viertelfinalspiel um den DHB-Pokal beim Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga Nord, Borussia Dortmund, an.

mh/JB

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