"Die Harmonie ist da"

Und auch "die Hierarchie stimmt". Der neue FCN-Kapitän Andreas Wolf verrät, warum er beim Club geblieben ist, wagt eine Saisonprognose und erklärt den Unterschied zwischen der Abstiegself der letzten Saison und der runderneuerten Nürnberger Truppe
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Der neue Leit-Wolf: Andreas Wolf, dienstältester Cluberer, hat nun auch als Kapitän Verantwortung übernommen. Ein Publikumsliebling ist er ohnehin.
Wolfgang Zink Der neue Leit-Wolf: Andreas Wolf, dienstältester Cluberer, hat nun auch als Kapitän Verantwortung übernommen. Ein Publikumsliebling ist er ohnehin.

NÜRNBERG - Und auch "die Hierarchie stimmt". Der neue FCN-Kapitän Andreas Wolf verrät, warum er beim Club geblieben ist, wagt eine Saisonprognose und erklärt den Unterschied zwischen der Abstiegself der letzten Saison und der runderneuerten Nürnberger Truppe

Andreas Wolf ist der neue Chef im FCN-Ring. Der 26-Jährige wurde im Trainingslager in Kaprun von den Mitspielern zum Kapitän gewählt. Im AZ-Interview spricht Wolf über die neue Saison, seinen Vertrag und die Harmonie in der Mannschaft.

AZ: Herr Wolf, haben Sie sich an Thomas von Heesens Trainingverbot gehalten? ANDREAS WOLF: Klar, schließlich sollten wir unsere Kräfte sammeln, damit wir im Testspiel gegen Panionios Athen richtig Gas gegen können.

Sie haben schon einige Trainingslager miterlebt. Was war dieses Jahr neu? Eigentlich hat sich nicht viel verändert. Wir haben sehr viel mit dem Ball gearbeitet. Außerdem standen taktische Dinge im Vordergrund.

"Alle ziehen prima mit"

Wie ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft? Zunächst einmal finde ich es gut, dass die meisten Spieler Deutsch sprechen. Das erleichtert die Integration! Ansonsten ist die Stimmung gut. Alle ziehen prima mit.

Woher kommt der Sinneswandel? Die Mannschaft hat ein neues Gesicht. Die jungen Spieler ordnen sich unter, erfahrene Spieler wie Raphael Schäfer gehen voran. Die Hierarchie stimmt.

Und Sie sind der Kapitän. Herzlichen Glückwunsch. Danke. Es bedeutet mir viel, dass die Mannschaft mir das Vertrauen schenkt.

"Abstieg war ein Desaster"

Dabei sah es eine Zeit lang nach Abschied aus... Am liebsten wäre ich natürlich mit dem Club in der Ersten Liga geblieben. Sportlich gesehen war der Abstieg ein Desaster. Da ist es legitim, sich Gedanken zu machen.

Aber Sie sind noch hier, wo Sie ja auch bis 2011 unter Vertrag stehen. Der Verein hat mich überzeugt, das Ding hier nach dem Abstieg durchzuziehen und den Aufstieg anzupacken. Jetzt kann ich mich zu 100 Prozent auf den Club konzentrieren. Es gibt keine Diskussion mehr.

Wie lautet das Saison-Ziel? Natürlich Aufstieg. Ich will zurück in die Bundesliga. Dafür beiße ich jetzt in den sauren Apfel „Liga zwei“. Für den Aufstieg gebe ich alles.

Durchmarsch? "Da muss man vorsichtig sein"

Ihre Aufstiegsfavoriten? Die Erstliga-Absteiger sind vorne mit dabei, das haben die letzten Jahre gezeigt.

Manche sprechen schon von einem Durchmarsch des Club. Da muss man vorsichtig sein. Viele haben letzte Saison vorhergesagt, dass wir nach einer ruhigen Spielzeit im Mittelfeld landen. Wir sind abgestiegen. So schnell kann’s gehen.

Was erwartet den FCN? Wir werden von allen Mannschaften gejagt. Die Gegner sind gegen uns besonders motiviert. Wir müssen aufpassen.

"Hauptsache wir steigen auf"

Wird im Unterhaus anders gespielt? Ja, es wird hart gespielt, es ist mehr Kampf dabei. Wir müssen diese Spielweise annehmen – und Gas geben.

So wie vor vier Jahren, als dem Club mit Ihnen der sofortige Wiederaufstieg gelang? Selbst da hat es nicht von heute auf morgen funktioniert. Wir haben damals die ersten Spiele verschlafen, und erst später das Feld von hinten aufgerollt.

Und am Ende wurde kräftig gefeiert. Da freut sich schon ganz Nürnberg drauf. Je eher wir den Sack zumachen, desto besser. Aber am letzten Spieltag wär’s mir diesmal auch recht. Hauptsache wir steigen auf. Interview: M. Kolonic

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