Derby-Duell: Lehrling fordert seinen Meister

Löwen-Keeper Tschauner lobt sein ehemals „großes Vorbild“ Schäfer, ist aber überzeugt, „dem Club geht’s bei uns wie den Fürthern“
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Lautstark auf dem Platz und auch sonst keine Leisetreter: Club-Keeper Raphael Schäfer (l.) will in München „drei Punkte mitnehmen.
Wolfgang Zink Lautstark auf dem Platz und auch sonst keine Leisetreter: Club-Keeper Raphael Schäfer (l.) will in München „drei Punkte mitnehmen.

Löwen-Keeper Tschauner lobt sein ehemals „großes Vorbild“ Schäfer, ist aber überzeugt, „dem Club geht’s bei uns wie den Fürthern“

NÜRNBERG Der verbale Schlagabtausch zum Bayern-Derby ist eröffnet – von einem Franken gegen die Franken. „Nürnberg geht es am Sonntag wie den Fürthern“, tönt Löwen-Keeper Philipp Tschauner in Richtung Club, seinem Ex-Verein. Soll heißen, der Club verliert am Sonntag (14 Uhr) in der Allianz Arena das fränkisch-bayerische Derby mit 1:3, wie eben die Kleeblatt-Kicker seinerzeit am 19.Oktober trotz 1:0-Führung.

Löwen haben die stabilste Abwehr der Liga

Das Echo auf Tschauners Ruf kam prompt. „Diese Meinung hat er exklusiv“, konterte Club-Trainer Michael Oenning trocken. Denn Tschauners Kampfansagen sind nicht neu. Bereits vor dem Spiel der Löwen gegen die Greuther hatte sich Tschauner kämpferisch geäußert: „Fürth ist fällig.“

Der ’60-Torwart hat mit dem Club noch eine Rechnung offen: Weil er weder an Daniel Klewer noch an Raphael Schäfer vorbei kam, entschloss sich Tschauner im Juni 2006 zum Wechsel nach München, verdrängte dort den Bayreuther Michael Hofmann aus dem Löwen-Kasten. Heute gilt er als Säule einer stabilen Abwehr mit den wenigsten Gegentreffern (16) der Liga.

Diesen Wert muss sich Tschauner aber ausgerechnet mit seinem einstigen Lehrmeister Schäfer teilen. Eine weitere Parallele: Schäfer ist beim Club mit höchst solider Leistung ein Garant des Höhenflugs – und wie Philipp bei den Löwen unverzichtbar.

Tschauner: "Habe mir viel von Raphael abgeschaut"

Schäfer indes hat die Leistungen seines Ex-Kollegen durchaus verfolgt und lobt: „Tschauner hat damals den richtigen Schritt gemacht, sich bei den Löwen gut entwickelt.“ Letztlich dank Schäfer: „Philipp hat ja eine gute Erziehung genossen“, sagt Raphael schmunzelnd.

Tschauner, der 23-jährige gebürtige Schwabacher, kam über den TSV Wendelstein zum Club und spielte dort elf Jahre lang – von 1995 bis 2006. Sogar ein Bundesligaspiel steht in seiner Vita, wenn auch ein sehr unglückliches: Am 22.Oktober 2005 wurde er gegen Arminia Bielefeld zur Pause für den verletzten Schäfer eingewechselt, kassierte beim Stand von 2:1 für den Club binnen zwei Minuten noch zwei Gegentreffer durch Leon und Zuma. Der FCN verlor 2:3.

Nun tritt er erstmals gegen seinen früheren Verein an. Für Tschauner ein besonderes Spiel: „Der FCN liegt mir am Herzen.“ Auch das Duell mit Schäfer. „Lange Zeit war er mein großes Vorbild, ich habe mir viel von ihm abgeschaut“, so Tschauner im „kicker.“ Und wünscht sich seine siebte Nullnummer in dieser Saison.

Was nicht in Schäfers Sinn ist. „Wir wollen die drei Punkte mitnehmen, um uns eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde zu schaffen. Wir wollten sechs Zähler aus den letzten beiden Spielen. Drei haben wir gegen Rostock schon geholt.“M. Hertlein

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