»Das war eine große Dummheit«

Den Sprung an die Tabellenspitze verpasst, Marino Biliskov verloren – Frust und Wut beim Fürther Kleeblatt nach dem 1:1 (1:0) bei St. Pauli am Sonntag.
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Extrem angefressen: Trainer Bruno Labbadia auf St. Pauli.
Wolfgang Zink Extrem angefressen: Trainer Bruno Labbadia auf St. Pauli.

HAMBURG - Den Sprung an die Tabellenspitze verpasst, Marino Biliskov verloren – Frust und Wut beim Fürther Kleeblatt nach dem 1:1 (1:0) bei St. Pauli am Sonntag.

Ein Ergebnis, das weder Fisch noch Fleisch war, immerhin garniert mit einer Brise Glück. „Wir wollen nach oben, deshalb ist es bitter, weil wir zwei Punkte liegen gelassen haben“, grummelte Sascha Kirschstein. Am Keeper lag es aber nicht. Der 27-jährige überzeugte mit einer starken Leistung und hielt sein Team mit diversen Paraden bis zum Schlusspfiff im Spiel.

Fürth hätte in der 90.Minute sogar den Sieg-Treffer erzielen können. Aber: Von Leo Haas glänzend angespielt, scheiterte Alexandar Kotuljac freistehend an Paulis Keeper Patrick Borger. Bruno Labbadia zu Recht empört: „Wenn wir eine abgezockte Mannschaft wären, hätten wir 2:1 gewonnen.“

Gelb-Rot für Abwehr-Chef Marino Biliskov

Des Trainers Wut richtete sich aber in erster Linie gegen seinen Abwehr-Chef Marino Biliskov. Der 31-Jährige, gerade nach abgesessener Gelb-Sperre ins Team zurückgekehrt, flog in der 84.Minute mit Gelb-Rot vom Platz, fehlt am kommenden Freitag (18 Uhr) im Spitzenspiel gegen den 1. FC Köln. Obwohl schon mit Gelb belastet, drosch der Kroate, nachdem Schiri André Stachowiak (Duisburg) abgepfiffen hatte, den Ball auf die Tribüne.

„Der Platzverweis war einfach eine große Dummheit“, polterte Bruno. „Wir müssen damit leben. Biliskov ist ein erfahrener Spieler, aber irgendwie hat das zu unserem Gesamtbild gepasst“, kommentierte SpVgg-Präsident Helmut Hack Biliskovs Blackout.

Biliskov hatte bereits beim Ausgleich (58.) durch René Schnitzler gedanklich abgeschaltet. Nach einer fragwürdigen Ecke („das war nie und nimmer eine“, Labbadia), fälschte Daniel Felgenhauer am kurzen Pfosten den Ball ab – zu Schnitzler. Biliskov hatte die Gefahr zu spät erkannt, kam einen Schritt zu spät und schon lag die Kugel im Netz.

Pech für Fürth bei Felges 25-Meter-Kracher an den linken Pfosten des Hamburger Gehäuses (12.), Glück dafür beim versiebten Handelfmeter von Charles Takyi (15.) – Thorsten Burkhardt hatte den Ball mit dem linken Ellbogen mitgenommen – und Riesendusel bei Alexander Ludwigs Freistoß-Kracher an den rechten Pfosten.

Der Lichtblick am Millerntor war Martin Lanig. Der 23-Jährige spielte von Anfang an für Juri Judt, war stärkster Feldspieler – bissig und erfolgreich. Der Führungstreffer (45.) per Kopf war sein sechstes Saisontor und Lohn für seinen couragierten Auftritt. Derweil hatte sich Hack schon mit dem Ergebnis angefreundet: „Ich sehe es mal positiv, mit dem Ergebnis kann ich leben.“

Matthias Hertlein

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