Club verliert in Hannover

Der Club zeigte eine engagierte Vorstellung. Trotzdem gewann Hannover 96 das Fernduell mit Mainz 05 und sicherte sich damit den vierten Platz in der Fußball-Bundesliga.
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Der Hannover Torschütze Karim Haggui (l) kämpft gegen den Nürnberger Christian Eigler.
dpa Der Hannover Torschütze Karim Haggui (l) kämpft gegen den Nürnberger Christian Eigler.

Der Club zeigte eine engagierte Vorstellung. Trotzdem gewann Hannover 96 das Fernduell mit Mainz 05 und sicherte sich damit den vierten Platz in der Fußball-Bundesliga.

Hannover –  Das niedersächsische Team krönte die beste Saison der Vereinsgeschichte am Samstag mit einem 3:1 (1:1) gegen den 1. FC Nürnberg. Vor 49 000 Zuschauern schossen Karim Haggui (30. Minute), Konstantin Rausch (60.) und Didier Ya Konan (78./Foulelfmeter) die Tore für die Hannoveraner, die nun nur eine Qualifikationsrunde in der Europa League absolvieren müssen.

Die Nürnberger, für die Julian Wießmeier (25.) traf, bleiben trotz der Niederlage auf Platz sechs. Nach zuletzt zwei Niederlagen zeigten die Hannoveraner eine Stunde lang eine ihrer schwächeren Leistungen. Zum Abschluss der Saison ging den Gastgebern offensichtlich die Luft aus, auch wenn es noch ein Happy End gab. Viele Fehlpässe bestimmten das 96-Spiel.

Die flotten Angriffe, die Hannover in dieser Spielzeit des öfteren vortrug, waren am 34. Spieltag nur in Ansätzen und spät zu sehen. Das defensive Mittelfeld mit Sergio Pinto und Altin Lala für den zunächst pausierenden Manuel Schmiedebach, der wegen Wadenproblemen während der Woche kaum trainiert hatte, machte zu wenig Druck. Ballverluste verhinderten häufig das schnelle Umschalten, das erst mit der späten Führung im Rücken besser gelang. Im Sturm spielte Didier Ya Konan wieder einmal zu eigensinnig und traf nur per Elfmeter.

Jan Schlaudraff, der für den verletzten Mohamed Abdellaoue (Rückenschmerzen) an Ya Konans Seite stürmte, konnte sich zu selten durchsetzen. Kein Wunder, dass in Haggui ein Abwehrspieler nach Freistoß von Konstantin Rausch den Ausgleich erzielte. Und beim zweiten Treffer traf Mittelfeldspieler Rausch selber mit einem Schlenzer.

Nürnberg Coach Dieter Hecking, zu Beginn der vergangenen Saison noch Trainer der Hausherren, sah lange Zeit einen ordentlichen Abschluss seiner Mannschaft. Obwohl es für den Club um nichts mehr ging, zeigten die meisten Nürnberger mehr als eine Halbzeit lang eine engagierte Vorstellung. Eine ordentliche Partie bot Mittelfeldspieler Julian Wießmeier bei seinem Profidebüt.

Der 18 Jahre alte A-Jugendspieler spielte für Ilkay Gündogan und bewies sein Talent besonders bei seinem Tor, einem feinen Heber nach Pass von Christian Eigler. Allerdings fehlt dem Nachwuchsmann ein bisschen die Kraft. Neben Wießmeier wurden auch Per Nilsson oder Marvin Plattenhardt mit ihren Einsätzen in dem für die Nürnberger bedeutungslosen Spiel belohnt.

Trotz des Umbaus ließ die Gäste-Abwehr, in der Andreas Wolf und Javier Pinola fehlten, zunächst wenige Chancen der 96er zu. Erst in der Schlussphase wackelte die Defensive. Im Angriff brachte der „Club“ nur wenig zustande. Der früh verletzte Julian Schieber konnte sich in den 17 Minuten ebenso selten durchsetzen wie anschließend Christian Eigler. Die beste Chance für die Gäste vergab Robert Mak (55.)

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