Club: Schießt Hecking Frontzeck ab?

Überrascht der Club-Trainer seinen Kumpel und Gladbacher Kollegen mit Neuzugang Nassim Ben Khalifa? Der will „so schnell wie möglich spielen“
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Zwei, die sich gut kennen: Fragt sich nur, ob Michael Fronteck (re.) nach dem Duell mit Club-Kollege Dieter Hecking noch Gladbachs Trainer ist.
firo/Augenklick Zwei, die sich gut kennen: Fragt sich nur, ob Michael Fronteck (re.) nach dem Duell mit Club-Kollege Dieter Hecking noch Gladbachs Trainer ist.

Überrascht der Club-Trainer seinen Kumpel und Gladbacher Kollegen mit Neuzugang Nassim Ben Khalifa? Der will „so schnell wie möglich spielen“

NÜRNBERG Club gegen Gladbach – der Rückrundenauftakt am Samstag (15.30 Uhr) im easyCredit-Stadion hat auch etwas von einem Spionagekrimi. Denn beide Seite ließen zuletzt nichts unversucht, um die taktischen Raffinessen des Gegners auszukundschaften. So hatte der FCN während der Vorbereitung extra einen Scout ins Gladbacher Trainingslager im spanischen La Cala de Mjas abkommandiert. Und am Valznerweiher wurde in den letzten Tagen des öfteren ein Wagen mit Gladbacher Nummernschild gesichtet. Wohl kein Zufall. Denn für Borussen-Coach Michel Frontzeck geht es schon um alles – oder nichts. Bei einer weiteren Pleite des Schlusslichts muss der 47-Jährige am Niederrhein seine Koffer packen.

"Ich bin hierher gekommen, um Fortschritte zu machen"

Eine Überraschung hat FCN-Trainer Dieter Hecking für seinen alten Kumpel aus gemeinsamen Fohlen-Zeiten womöglich aber doch parat. Denn im 18er-Kader könnte am Samstag ein Spieler auftauchen, den Frontzeck bestimmt nicht auf dem Zettel hat: Nassim Ben Khalifa.

Für eineinhalb Jahre hat der Club den Schweizer Nationalstürmer ausgeliehen, muss dafür keine Leihgebühr an Wolfsburg zahlen und besitzt sogar eine Kaufoption. Einziger Haken: Im Sommer könnte der VfL den Spieler wieder zurückholen. Zukunftsmusik. Zunächst soll der Knipser mithelfen, früh den Klassenverbleib zu sichern. Deshalb drängte FCN-Manager Martin Bader auch darauf, dass der Neuzugang, obwohl das Okay aus der VW-Stadt erst am späten Donnerstagabend kam, schon gegen Gladbach spielberechtigt ist. Nassim ist’s nur recht: „Im Gegensatz zu Wolfsburg hat die Jugend-Philosophie beim Club schon Tradition. Ich bin hierher gekommen, um Fortschritte zu machen – und deshalb will ich so schnell wie möglich spielen.“

Bei den Wölfen scheiterte Ben Khalifa an der Konkurrenz

Ob der Wunderknabe gegen Gladbach auch tatsächlich zum Zug kommt, ließ Hecking nach dem Abschluss-Training am Freitag offen: „Das entscheide ich erst am Samstag.“ Immerhin war der 19-Jährige nach seinem Wechsel im Sommer für 1,8 Millionen Euro nach Wolfsburg nur bei den VfL-Amateuren zum Einsatz gekommen. „Wenn du einen Grafite, Dzeko oder Mandzukic vor dir hast, ist es eben sehr schwer“, erläutert Ben Khalifa sein Dilemma.

Dieter Hecking hält große Stücke auf den bevorzugt als zentrale oder zweite Spitze einsetzbaren Angreifer: „Ich habe ihn schon seit der U17-WM 2009 im Blick, wo er sehr erfolgreich war.“

Und genau dort soll Ben Khalifa jetzt beim Club wieder anknüpfen. kk

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