Club: Pinola gelobt Besserung!

Nach der Spuck-Sperre ist der Publikumsliebling gegen Hannover wieder dabei – und will sichab sofort beruhigen, wenn er provoziert wird
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Gelobt Besserung: Javier Pinola.
abendzeitung Gelobt Besserung: Javier Pinola.

Nach der Spuck-Sperre ist der Publikumsliebling gegen Hannover wieder dabei – und will sichab sofort beruhigen, wenn er provoziert wird

NÜRNBERG Für Javier Pinola waren die vergangenen vier Wochen vermutlich die schlimmste Zeit seines Lebens. Nicht nur wegen der vier Spiele Sperre, die er für seine selten dumme Spuck-Attacke gegen Bayerns Bastian Schweinsteiger beim 0:3-K.o. vom DFB aufgebrummt bekam. Auch nicht wegen der saftigen Geldstrafe, die er an den Club zahlen musste. Es war das Schweigen seines Trainers Dieter Hecking, was Pinola so arg zu schaffen machte: „Wenn der Trainer so lange nicht mit dir spricht, ist das sehr schwer. Denn es zeigt mir, wie enttäuscht er war.“

Pino: "Es hat Klick im Kopf gemacht"

Vier Wochen lang herrschte zwischen beiden absolute Funkstille. Aber am Ende könnte Hecking mit seinem Schweigegelübde ausgerechnet das geschafft haben, was vor ihm noch keinem Club-Trainer gelungen ist: „Es hat Klick im Kopf gemacht“, beteuert Pino, dem sein Blackout mittlerweile richtiggehend peinlich ist. „Meine Kinder haben die Sache Gottseidank nicht mitbekommen. Wenn sie mich aber in ein paar Jahren danach fragen, werde ich es ihnen erklären.“

Die Einsicht, dass sich etwas verändern muss, kam beim heißblütigen und stolzen Argentinier allerdings nicht über Nacht. „Ich habe in der vergangenen Wochen viel an mir gearbeitet. Dabei viel mit meiner Familie und Freunden gesprochen. Und ich weiß jetzt, dass ich ab sofort im Spiel arg auf mich aufpassen muss.“ Das bedeutet freilich nicht, dass aus dem Lama jetzt ein Lämmchen geworden ist. „Meine Aggressivität im Spiel und in den Zweikämpfen werde ich beibehalten“, versichert Pino. „Aber ich muss mich ab sofort beruhigen, wenn ich provoziert werde.“

Die erste Bewährungsprobe steht dem Publikumsliebling womöglich gleich am Samstag (15.30 Uhr) beim Heimspiel gegen Hannover bevor. „Die Schiedsrichter und alle Kameras im Stadion werden auf mich schauen. Und die Gegenspieler werden natürlich versuchen, mich zu provozieren“, weiß Pinola, dass er nicht nur bei seinem Trainer unter verschärfter Beobachtung stehen wird. Denn sein Kredit ist endgültig aufgebraucht: Jedes zu harte Tackling könnte dem 27-Jährigen ab sofort schon zum Verhängnis werden. „Ich muss deshalb auch sehr aufpassen, dass ich im Zweikampf nicht zu spät komme“, ahnt er, was für ein Spießrutenlauf ihm gegen Hannover drohen könnte. Vorausgesetzt, er spielt überhaupt.

Denn Hecking wird genau abwägen, ob er das Risiko mit einem permanent gefährdeten Pinola gegen seinen Ex-Verein eingehen soll. Zumal er ja mittlerweile beinahe adäquaten Ersatz für die linke Abwehrseite gefunden hat. „Auch Pino hat sicher mitbekommen, dass sich Marvin Plattenhardt zwei Mal sehr positiv gezeigt hat“, wollte sich Hecking zuletzt noch nicht festlegen. Krischan Kaufmann

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