Club-"Phantom" Mintal: „Mein Ziel ist immer ein Tor“

Von der Bank in die Startelf: Marek Mintal war selbst „sehr überrascht“. Jetzt ist der Fanliebling heiß auf den wiedererstarkten VfB Stuttgart. „Dann machen wir damit eben stopp und gewinnen“
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"Mein Weg geht immer nach vorne“, sagt FCN-"Mittelfeldstürmer" Marek Mintal.
Wolfgang Zink "Mein Weg geht immer nach vorne“, sagt FCN-"Mittelfeldstürmer" Marek Mintal.

Von der Bank in die Startelf: Marek Mintal war selbst „sehr überrascht“. Jetzt ist der Fanliebling heiß auf den wiedererstarkten VfB Stuttgart. „Dann machen wir damit eben stopp und gewinnen“

NÜRNBERG Als Dieter Hecking das Traineramt am 22. Dezember übernahm, schien für Club-„Phantom“ Marek Mintal ein Stammplatz unerreichbar. Mehr Stabilität in der Defensive lautete und lautet Heckings Credo im Abstiegskampf. Wo sollte also, angesichts einer Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld, noch eine Stelle frei sein für den Publikumsliebling? „Die Zeit läuft schnell, sehr schnell“, wird Marek fast philosophisch. Dass ihn das Tagesgeschäft allerdings so schnell wieder in die Startelf spülen würde, hatte er nicht gedacht.

Comeback dank Heckings knallharter Analyse

Der 32-jährige „Mittelfeldstürmer“ war schlicht von den Socken, dass er beim 3:1–Sieg in Hannover letzten Samstag von Hecking quasi aus dem Nichts in die Startformation beordert wurde. „Ganz ehrlich“, sagt Mintal mit seinem unnachahmlichen Strahlen im Gesicht, „war ich sehr überrascht, als ich erfahren habe, dass ich von Beginn an spiele.“

Und wie? Manchmal rätselten Beobachter in Hannover, ob das wirklich der Marek mit der Rückennummer 11 ist, der sich da in Zweikämpfe haut, Bälle erobert und klug verteilt. „Es hat sich angedeutet, dass seine Zeit kommen wird. Er hat seine Sache Klasse gemacht“, lobt Hecking. Der aus dem mageren 1:1 gegen Frankfurt zuvor richtig gefolgert hatte: „Uns allen ist klar, dass in unserer Situation ein Punkt zu wenig ist.“ Weil das Offensiv-Personal gegen die Eintracht zu sehr „auf einer Linie gestanden hatte“, mögliche Chancen zu leicht schon im Keim zu ersticken waren.

"Wenn man Druck nach vorne macht, unterlaufen dem Gegner schneller Fehler“

In Hannover war dies anders. Marek in seiner Lieblingsposition hinter diesmal drei Spitzen. Wobei Dreifach-Schütze Albert Bunjaku, Angelos Charisteas und Christian Eigler durch ständiges Rochieren für Konfusion in der 96-Defensive und so neue Räume für sich und die Kollegen sorgten. „Wenn man Druck nach vorne macht, dann unterlaufen dem Gegner schneller Fehler“, weiß auch Mintal. Ein Rezept, das auch am Samstag (18.30 Uhr) gegen den wiedererstarkten VfB Stuttgart aufgehen soll.

„Die sind ein anderes Kaliber als Hannover, haben unter ihrem neuen Trainer einen guten Lauf“, warnt Marek, ist aber überzeugt: „Dann machen wir damit eben stopp und gewinnen halt.“ Mit ihm, der zwischenzeitlich schon etwas geknickt war ob seines Reservistendaseins. „Wenn man frustriert ist, dann ist das immer schlecht – auch für mich. Ich bin kein Sechser und auch kein Stürmer. Mein Weg geht immer nach vorne, mein Ziel ist immer, eine Kiste zu machen.“ Was ihm bereits fünf Mal in seiner Karriere die Torjäger-Kanone nach einer Saison bescherte.

Karriereende in Erlangen-Bruck?

Das mit dem „Sechser“ kann ja noch kommen. „Ja, vielleicht in Erlangen-Bruck“, sagt Marek im Spaß über das Engagement von Ex-Kollege Tomas Galasek (37) beim Bayernliga-Sechsten. Wichtiger ist der Samstag. „Ich hoffe, der Knoten platzt jetzt endgültig. An Stuttgart haben wir alle guten Erinnerungen und meist auch immer schöne Ergebnisse gehabt.“ Fortsetzung erwünscht. Markus Löser

Mehr über den Club, über Samstag-Gegner VfB Stuttgart und eine möglicherweise fällige Ablöse für HSV-Leihgabe Mickael Tavares lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ am Donnerstag, 4. Februar.

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