Club ohne Abwehr

Nach Andreas Wolf, Aleksandar Mitreski und Michael Kammermeyer schon der dritte Innenverteidiger im Nürnberger Lazarett – und die Nummer vier, Jose Goncalves, ist für das Sonntag-Spiel in in Ingolstadt gesperrt
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Fällt laut Trainer Michael Oenning „auf unbestimmte Zeit aus“: Matthew Spiranovic hat sich das Syndesmoseband gerissen.
bayernpress Fällt laut Trainer Michael Oenning „auf unbestimmte Zeit aus“: Matthew Spiranovic hat sich das Syndesmoseband gerissen.

NÜRNBERG - Nach Andreas Wolf, Aleksandar Mitreski und Michael Kammermeyer schon der dritte Innenverteidiger im Nürnberger Lazarett – und die Nummer vier, Jose Goncalves, ist für das Sonntag-Spiel in in Ingolstadt gesperrt

Sportlich im Jammertal, aber trotz der nun vom DFB eingestellten Ermittlungen gegen Club-Heißsporn Javier Pinola reißen die Hiobsbotschaften nicht ab. Gestern musste sich Matthew Spiranovic von Team-Doc Matthias Brem in der Erlanger Uniklinik am linken Knöchel operieren lassen: Abriss des Syndesmosebandes. „Er fällt auf unbestimmte Zeit aus“, stellt Trainer Michael Oenning nüchtern fest. Was soll er auch machen? Heulen wie ein Schlosshund? „Ich kann’s ja nicht ändern“, erklärt Oenning, dem mit dem 20-jährigen Australier (AZ-Notenschnitt: 4,75 bei acht Einsätzen) nun bereits der fünfte Innenverteidiger wegbricht.

Oenning: "Habe einige Dinge im Hinterkopf"

Zuvor mussten sich der unverzichtbare Platzhirsch Andreas Wolf (Kreuzbandriss), der als Nachfolger von Jacques Abardonado vom FC Köln verpflichtete Aleksandar Mitreski (Bandscheibenvorfall), José Goncalves (Rot-Sperre) und Michael Kammermeyer (Knie-OP) unfreiwillig abmelden. Oenning weiß vor dem Auswärtskick am Sonntag bei Favoritenschreck Ingolstadt – düpierte zuletzt Freiburg mit 4:0 und gewann 3:0 in Mainz: „Da sind wir ganz schön gefordert, aber ich habe schon einige Dinge im Hinterkopf.“

Als Alternativen sind Peter Perchtold, Jaouhar Mnari und Dominik Reinhardt in der Verlosung. Letzterer, eigentlich ausgebildeter Rechtsverteidiger mit durchwachsener Leistung seit 15 Monaten, hatte vormals in der deutschen U 21 Blut an der Position geleckt: „Als Innenverteidiger fühle ich mich eigentlich wohler.“ Was er beim Club bislang nicht beweisen durfte.

Mokhtari entlastet Pino

Dass nach der gestern bestätigten Sperre von zwei Spielen für José Goncalves wegen Schiedsrichterbeleidigung AZ berichtete die Viererkette kein reiner Kinderriegel ist, hat der Verein auch dem vermeintlichen Opfer von Pinolas Attacke am vergangenen Freitag zu verdanken. DFB-Chefermittler Anton Nachreiner aus Deggendorf erklärte: „Die Fernsehaufnahme zeigt nicht eindeutig einen Ellbogenschlag gegen seinen Frankfurter Gegenspieler. Zudem hat Oualid Mokhtari eine eher entlastende Aussage zu dem Vorfall gemacht.“

„Gut, dass uns Pino zur Verfügung steht“, ist Oenning erleichtert. Und der vermeintliche Sündenbock strahlt: „Ich wusste doch gleich, dass ich nichts gemacht habe. Ich hatte den linken Arm oben, ja, aber nach vorne gestreckt. Im Zweikampf normal, ich wollte ihn nicht schlagen.“ Markus Löser

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