Club: Kluge geht – kommt dafür Görlitz?

Der Mittelfeldspieler wechselt für 1,5 Millionen Euro Ablöse sofort nach Schalke. Sein Nachfolger könnte der gebürtige Neumarkter werden, der für eine niedrige sechsstellige Summe zu haben ist
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Abschieds-Autogramm: Peer Kluge an seinem letzten Arbeitstag im Club-Trikot in Belek. Er wechselt nach Schalke.
jüra/zink Abschieds-Autogramm: Peer Kluge an seinem letzten Arbeitstag im Club-Trikot in Belek. Er wechselt nach Schalke.

Der Mittelfeldspieler wechselt für 1,5 Millionen Euro Ablöse sofort nach Schalke. Sein Nachfolger könnte der gebürtige Neumarkter werden, der für eine niedrige sechsstellige Summe zu haben ist

BELEK „Man kann Hunde nicht zur Jagd tragen“, weiß FCN-Manager Martin Bader. Stimmt. Nur den Fressnapf finden sie alleine. Das Angebot aus Schalke ist reizvoll: Dreieinhalb Jahre Vertrag bedeuten für einen 29-Jährigen eine Art Rentenversicherung. Deshalb hat Peer Kluge nun erklärt, „dass er sich nicht umstimmen lässt“, so Bader. Mit den Knappen herrscht seit gestern Einigkeit über einen sofortigen Wechsel Kluges. Der Club kassiert rund 1,5 Millionen Euro Ablöse.

Kluge: "Für mich ist das noch mal eine große Herausforderung"

Zwar hatte Trainer Dieter Hecking noch letzte Woche sein Veto gegen einen Transfer Kluges eingelegt. Er musste aber jetzt die Reißleine ziehen: „Ich kann nicht mit Spielern zusammenarbeiten, die sich nicht zu 100 Prozent dem Abstiegskampf stellen.“

Kluge ließ sich allerdings weder am Valznerweiher noch in Belek seine große Enttäuschung über Heckings Einspruch anmerken. Doch in ihm rumorte es gewaltig. „Für mich ist das noch mal eine große Herausforderung, oben mitspielen zu dürfen.“ Er, der in seiner Karriere nur bei Außenseitern wie dem Chemnitzer FC, Gladbach und eben Nürnberg der Musik meist hinterherlaufen musste. „Ich hatte gehofft, dass er sich zum Club bekennt“, ist Hecking dennoch enttäuscht. „Schließlich hat er auch seinen Teil beigetragen, dass wir nur zwölf Punkte haben.“

Das stimmt nur teilweise. Kluge sicherte mit seinen Siegtoren gegen Gladbach (1:0) und in Wolfsburg (3:2) die Hälfte der kläglichen Ausbeute. Eine Klausel, wonach Peer, wie der einst von Leverkusen zum FCN transferierte Paolo Rink, am 17. Januar gegen seinen Ex-Verein nicht spielen dürfe, „wurde diskutiert“, sagt Bader. „Aber nur mit einem Schmunzeln. Peer wird gegen uns zum Rückrundenstart kein Tor schießen.“

Görlitz ähnelt in der Spielanlage Bremens Marko Marin

Kluges Abschiedsworte: „Ich wünsche mir, dass es die Jungs auch ohne mich schaffen.“ Mit Peers Wechsel steigen die Chancen von Testspieler Radoslav Zábavnik. Bei ihm will sich Hecking noch nicht festlegen. Außerdem in der Verlosung: Bremens Jurica Vranjes. Und Michael Görlitz (22). Mit dem Erlös für Kluge verfügt Bader über mehr Handlungsspielraum.

Görlitz, gebürtiger Neumarkter, war über die FCN-Jugend und den FC Bayern bei Halmstads BK gelandet. In Schweden wurde der quirlige Mittelfeld-Dribbler, dessen Spielweise der von Marko Marin ähnelt, zum Spieler des Jahres gekürt. Laut „kicker“ wäre er für eine niedrige sechsstellige Summe zu haben. Bader: „Der Transfermarkt ist bis 31. Januar geöffnet. Namen kommentiere ich nicht.“

Vor einem Jahr schon: „Wir haben Görlitz beobachtet, uns nach ihm erkundigt, sehen aber keinen Bedarf, denn auf seiner Position im offensiven Mittelfeld sind wir mit Peer Kluge gut besetzt.“ Seit gestern nicht mehr. MaC

Mehr über den Club und was im Trainingslager in Belek sonst noch so los war, lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Dienstag, 5. Januar.

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