Club-Keeper Schäfer: „100 Prozent für Mini-Chance gegen Bayern“

Der Nürnberger Torwart hat keine Angst vor den Münchner Überfliegern. Er siedelt aber die Auswärtspartie beim VfL Bochum eine Woche danach höher an. „Ein ganz entscheidendes Spiel“
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„Vielleicht sind die Bayern gegen uns nicht richtig bei der Sache“: Club-Keeper Raphael Schäfer setzt auf das Prinzip Hoffnung.
Wolfgang Zink „Vielleicht sind die Bayern gegen uns nicht richtig bei der Sache“: Club-Keeper Raphael Schäfer setzt auf das Prinzip Hoffnung.

Der Nürnberger Torwart hat keine Angst vor den Münchner Überfliegern. Er siedelt aber die Auswärtspartie beim VfL Bochum eine Woche danach höher an. „Ein ganz entscheidendes Spiel“

„Leider haben wir die Situation, dass Amateure über Profis entscheiden.“

NÜRNBERG Schalke-Trainer Felix Magath attackierte vor Wochenfrist – nach dem 0:0 in Freiburg und einem nicht gegebenen Treffer – ganz massiv das Schiedsrichterwesen und dessen Weigerung gegen technische Hilfsmittel bei kniffligen Entscheidungen. Andererseits: Ein Videobeweis wäre aus Club-Sicht am Freitag beim 1:2-K.o. in Gladbach gar nicht nötig gewesen.

Schiedsrichter Meyer hatte "einen schlechten Blickwinkel"

Borusse Karim Matmour hatte vor dem entscheidenden Treffer gegen alle Regeln FCN-Torhüter Raphael Schäfer aus dem Weg geräumt. So eindeutig, dass es keine zwei Meinungen geben kann. Eigentlich. Aber Schiedsrichter Florian Meyer hatte eine eigene Meinung. Er fabulierte irgendwas von wegen „schlechter Blickwinkel und so“, erklärt Schäfer.

"Die Fehlentscheidungs-Tabelle bringt uns nichts"

„Es bringt uns leider nichts, uns nach einer Fehlentscheidungs-Tabelle zu richten“, hat Schäfer längst erkannt. Hätten die Unparteiischen im Saisonverlauf immer richtig hingeschaut, zudem die fraglichen Szene regelkonform bewertet, stünde der Club nicht bei nur 16 Punkten. Ob nun vier, fünf oder wie viele Zähler auch immer mehr – die Realität heißt: Egal wie, Zählbares muss her im nervtötenden Kampf gegen den Abstieg.

FCN-Manager Bader findet die Ansetzungen "nicht glücklich"

Da darf es auch nicht stören, dass wie in Gladbach ein Mitglied von Hannover 96 oder wie beim 1:2 gegen Stuttgart ein Getreuer von Hertha BSC Berlin – also zwei direkten Konkurrenten – vom DFB als Pfeifenmann eingeteilt wird. „Ich unterstelle nichts. Glücklich sind die Ansetzungen jedenfalls nicht“, ärgert sich Club-Manager Martin Bader.

Schäfer ist’s ohnehin egal. „Wir wissen, dass uns von niemandem etwas geschenkt wird. Im Gegenteil: Uns werden zusätzlich Steine in den Weg gelegt.“ Kämpferischer Zusatz der Nürnberger Nummer eins: „Aber auch die werden wir auf Seite räumen.“

"Vielleicht werden die Bayern von Florenz richtig gefordert"

Schon am Samstag gegen die Über-Bayern? Angst? Nein, es regiert das Prinzip Hoffnung! Darauf, so Schäfer, dass die Bayern morgen in der Champion League vom AC Florenz „richtig gut gefordert werden“. Und: „Dass sie gegen uns nicht so richtig bei der Sache sind. Wir müssen jedoch alle 100 Prozent geben, um unsere Mini-Chance zu nutzen.“

Was sicher schwer wird, aber die Cluberer wollen gegen die Bayern ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen. Auch bereits mit Blick auf die Partie beim weit enteilt scheinenden VfL Bochum eine Woche später. Schlusswort Schäfer: „Das wird für uns ein ganz entscheidendes Spiel.“ Markus Löser

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