Club: Käpt’n Wolf droht die Bank

Der ursprüngliche Fixpunkt in FCN-Trainer Heckings Achse schwächelt. „Es gibt keine Stammplatzgarantie“. Maroh steht als Alternative bereit
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Grübel, grübel, derStammplatz ist in Gefahr: Kapitän Andreas Wolf droht Ersatzbank.
Wolfgang Zink Grübel, grübel, derStammplatz ist in Gefahr: Kapitän Andreas Wolf droht Ersatzbank.

Der ursprüngliche Fixpunkt in FCN-Trainer Heckings Achse schwächelt. „Es gibt keine Stammplatzgarantie“. Maroh steht als Alternative bereit

NÜRNBERG Eigentlich ist Andreas Wolf unverzichtbar. „Ich brauche ihn für meine Achse“, hatte Club-Trainer Dieter Hecking dem Innenverteidiger kurz nach seinem Dienstantritt am 28. Dezember mit auf den Weg gegeben. Zusatz: „Er weiß genau, dass er dafür zulegen muss.“ Seitdem sind vier Spiele vergangenen – und Wolf mutierte zum Problemfall: Dem Kapitän droht sogar die Verbannung auf die Bank.

Alte Achse, frische Räder - "es gibt keine Stammplatzgarantie"

Alte Achse, frische Räder. Hecking macht kein Geheimnis daraus, dass er im Kampf gegen den Abstieg auf Erfahrung oder große Qualität setzt. Seine Korsettstangen sind Torhüter Raphael Schäfer (31), Wolf (27), die Bayern-Leihgaben Breno (20) und Andreas Ottl (24), HSV-„Sechs-Bombe“ Mickael Tavares (27) sowie Angelos Charisteas (30). Wobei auch für das halbe Dutzend Auserwählter das Leistungsprinzip gilt. „Sechs mit Kraut“ auf dem Rasen kann sich Hecking nicht leisten. „Es gibt keine Stammplatzgarantie“, sagt der 45-Jährige.

Diesen Satz wiederholte Hecking eindringlich nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Stuttgart. Logisch, auch er hatte registriert, dass Wolf maßgeblich am 0:1 beteiligt war. Zudem waren nach Wolfs Gelbsperre beim 3:1-Erfolg in Hannover eine Woche zuvor gravierende Schwächen im Spielaufbau erneut nicht zu übersehen.

Wolf in Belek noch zuversichtlich

Dabei hatte die Rückrunde so positiv für den Kapitän begonnen. „Ich schaue nur nach vorne, will möglichst schnell meine beste Form wieder finden“, hatte Wolf im Trainingslager in Belek versprochen. Und verschwendete keinen Gedanken an Per Nilsson, der als Bindenträger in Hoffenheim seit Saisonbeginn meist auf der Bank schmort. Beim 0:1 auf Schalke deutete Wolf die Rückkehr zu alter Qualität an: gutes Stellungsspiel, aggressive Zweikämpfe. So wie vor zweieinhalb Jahren, als der Bremer Nationalspieler Per Mertesacker erklärt hatte: „Ich würde mir wünschen, dass er beim DFB mal dabei ist.“

Davon ist Wolf meilenweit entfernt. Im Verein scheint ihm nun sogar Dominic Maroh den Rang abzulaufen. Noch hält sich Hecking bedeckt, auch er weiß: Wolf fehlt nach fast zehnmonatiger Pause letzte Saison (Kreuzbandriss, Meniskusriss) der Rhythmus.

Vielleicht setzt sich Wolf – was er bestreitet – zu sehr unter Druck. Wobei er sich in der Außendarstellung keine Aussetzer wie letzte Woche leisten sollte. Barsch hatte er jeweils ein Radio- und TV-Interview abgebrochen, weil ihm umstehende Journalisten störten. Ein lächerlicher Kleinkrieg. Wie soll es dann mit der Souveränität auf dem Platz klappen?

Ausfälle kann sich Club nicht leisten

Wolf wäre sehr gut beraten, sich seiner Rolle als Kapitän wieder voll bewusst zu werden. Und sie entsprechend auszuleben. Neben, aber vor allem auf dem Platz. Denn Ausfälle kann sich der Club im Abstiegskampf partout nicht leisten. Markus Löser

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