Club-Idol Franz Brungs: Aufstieg mit Schmerzen

Bandscheibenvorfall, Operation: Im Rehazentrum Wöhrderwiese schuftet das „Goldköpfchen“ für sein Comeback auf der Tribüne. Eine Lanze für Charisteas
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„Eisen fressen“ in der Folterkammer: Sechs Tage wöchentlich arbeitet Franz Brungs an den Geräten des Rehazentrums.
bayernpress „Eisen fressen“ in der Folterkammer: Sechs Tage wöchentlich arbeitet Franz Brungs an den Geräten des Rehazentrums.

Bandscheibenvorfall, Operation: Im Rehazentrum Wöhrderwiese schuftet das „Goldköpfchen“ für sein Comeback auf der Tribüne. Eine Lanze für Charisteas

NÜRNBERG Vier Jahre nach seiner erfolgreichen Prostatakrebs-Operation musste Franz Brungs jetzt schon wieder unters Messer. Ein massiver Bandscheiben-Vorfall machte eine OP bei Dr. Ulrich Pechstein im Theresien-Krankenhaus unumgänglich. „Jetzt reicht’s aber langsam“, sagt der ehemalige Meisterspieler des 1. FC Nürnberg, der sechs Tage pro Woche im Rehazentrum Wöhrderwiese emsig an seiner endgültigen Genesung arbeitet: medizinische Trainingstherapie, Massagen, Rückenschule, Lymphdrainage, Kranken- und Bandscheiben-Gymnastik, Bewegungsbäder. Juniorchef Oliver Fuchs kümmert sich persönlich um die Belange des „Goldköpfchens“.

Kurz vor dem letzten Club-Heimspiel in Liga zwei gegen die Münchner Löwen hatte der 72-Jährige plötzlich „einen Stich im Rücken“ verspürt. Auch eine Spritzkur von Dr. Jochen Gruber half nichts. „Ich hatte starke Schmerzen, konnte nachts kaum schlafen. Dazu kamen Lähmungserscheinungen bis in die Füße“, erzählt Brungs. Hinzu kam psychische Pein. Schon beim Löwen-Spiel blieb sein Platz im easyCredit-Stadion leer. Und auch die beiden erfolgreichen Relegationsspiele gegen Cottbus samt Aufstieg konnte er „nur unter Schmerzen am Fernseher“ verfolgen.

Franz Brungs: "Angelos Charisteas kann zum großen Gewinner werden"

Dank der Intensiv-Reha ist Brungs jetzt wieder auf dem Weg der Besserung, selbst „leichtes Radfahren“ ist schon wieder möglich. „Ein guter Start des Club in der Bundesliga wäre bei meiner Genesung sicherlich hilfreich“, denkt Brungs schon wieder an die Anfang August beginnende Saison. „Wenn größere Verletzungsprobleme ausbleiben, ist die Chance durchaus da, die Klasse zu erhalten“, sagt Brungs. „Nur sollte niemand zu hohe Ansprüche stellen, alle müssen am Boden bleiben – das gilt auch bei Rückschlägen.“

Dabei setzt Brungs vor allem auf Keeper Raphael Schäfer („Ein ganz wichtiger Führungsspieler“) und den aus Leverkusen zurückgekehrten Angelos Charisteas. „Er hat das Können, um ein wertvoller Spieler zu werden, er hat oft genug bewiesen, dass er was drauf hat. Aber er braucht auch das Vertrauen der Fans. In Trainer Michael Oennings System kann er, mit Nebenleuten wie Christian Eigler und Isaac Boakye, sogar zum großen Gewinner werden.“ Klar, dass sich Brungs davon dann auch wieder selbst vor Ort im Stadion überzeugen wird. Gerhard Schmid

Mehr über den 1. FC Nürnberg und das Testspiel gegen Erzgebirge Aue lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Wochenende, 11./12. Juli.

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